Vor 27 Jahren sprach Gott zu Apostel Walter Heidenreich, eine Drogen-Reha in den Philippinen zu eröffnen. Ich glaube, dass hatte Gott für mich gemacht. Er wusste, dass es für mich die einzige Möglichkeit war, nach 22 Jahren Drogenabhängigkeit frei zu werden. Als die Mitarbeiter mich zum ersten Mal sahen, trafen sie augenblicklich die Entscheidung mich aufzunehmen, obwohl die Reha offiziell noch gar nicht geöffnet war. Nach 1 1/2 Monaten im Gefängnis war ich bereit und ging in die Reha. Ich war 36 Jahre alt und dachte, dass das jetzt die Endstation für mich war; aber Gott hatte andere Pläne!
Hoffnung erfüllte mich, als ich zum ersten Mal das Reha-Gebäude betrat. Ich wusste, ich werde frei. Ich hatte endlich gefunden, wonach sich mein Herz so lange gesehnt hatte: echtes Leben ... LEBEN IN JESUS. Ich war Zuhause! Dies war der erste Tag meines restlichen Lebens … ein brandneues Leben!

Amazing Grace 03

Gottes Abenteuer

Seitdem erlebe ich ein großes Abenteuer. Weil ich Gott dienen und weitergeben wollte, was ich empfangen hatte, ging ich nach meiner Reha-Zeit für ein Jahr in die Missionsschule nach Lüdenscheid. Danach kam ich nach Manila zurück, um die wahre Reise anzutreten. Es war wundervoll, im Dienst und in der Mission zu sein, aber sogleich auch demütigend und ein Lektion, als der Heilige Geist sein Werk tat und mich rein machte. Voller Geduld reinigte und formte er mich - der dreckige, verworfene Diamant - bis seine Schönheit anfing, durchzuscheinen. Ich war wollte lernen, damit Gott mich gebrauchen konnte, um Straßenkinder zu erreichen. Ich hatte so viel Zeit verloren und wollte nicht noch mehr verschwenden.

Amazing Grace 04

Eine »Mama« für viele

Ich wurde Mitarbeiterin in unserem Zuhause für Straßenkinder. Ich liebte es, für sie ein Zuhause zu bereiten und ihnen Familie zu sein. Ein paar Jahre später gab Gott mir sein Herz für Prostituierte. Auch wenn nicht viele Prostituierte kamen, wurden viele Leben transformiert, denn junge schwangere Teens suchten Zuflucht und einen Platz, um ihre Kinder zur Welt zu bringen. Im Laufe der Zeit gab mir Gott die Vision, ein Drop-in-Center für Kinder und Jugendliche von der Straße zu eröffnen ... und 2010 war es soweit! Für diesen Ort schlug mein Herz. Ich war gerade dabei, mich dort so richtig heimisch zu fühlen, als ich 2014 ins Leitungsteam von HELP Philippinen berufen wurde. Gott hatte mich aus der Asche und aus Drogenabhängigkeit an die Spitze gerufen. Nur Gott kann so eine Transformation bewirken!
Mit der Leitung kam auch mehr Druck, dem ich nicht so gut standhalten konnte. Fast unmerklich verlor ich meine erste Liebe in Jesus aus den Augen und verließ mich auf eigenen Fähigkeiten und meine Kraft. Nach zwei Jahren legte ich mein Leitungsamt nieder, um ein Sabbatjahr in unserer Gemeinschaft in Lüdenscheid zu machen. Zurück in seine Gnade. Und er enttäuschte mich nicht – das tut er niemals!

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»Ja, Herr, ich werde gehen!«

Aber stop mal ... ich bin jetzt 62 Jahre alt! Was könnte da noch kommen? Altersteilzeit? Einen Schritt zurück in den Schatten, um zu unterstützen? Ich wusste es nicht. Alles was ich nun wusste und was bedeutend war ist, dass ich zur ersten Liebe zurück musste. Kein Mitarbeiterstatus, keine Position, keine Verantwortlichkeit, kein Dienst. Ich legte alles nieder, um in Gottes Gegenwart zu sein. Das war der Ort, an dem er sagte: »Jetz kann ich ein neues Fundament bauen. Ein Fundament, das nur auf seiner Gegenwart gebaut ist.« Und er tat es: Langsam aber sicher, bis schließlich der Frühling in mir anbrach – neues Leben! Ich spürte es in meinem Herzen, auch wenn ich nicht wusste, was es bedeuten sollte. Ich machte einen Einsatz in unserer HELP-Base in Austin, Texas – HfaN, und dort hatte ich dieses mir bekannte Gefühl wieder: »Ich bin Zuhause.« Gott berief mich, das dünn besetzte Pionierteam von zwei jungen Frauen zu unterstützen. Ich sagte: » Ich? Du rufst mich - eine Rentnerin, Ex-Drogenabhängige aus einem Dritte-Welt-Land in eine Weltmacht wie Amerika? Wirklich???« Und er sagte: »Ja, das ist genau der Grund, warum ich das mache. Damit die Welt sieht, was ich tun kann.« Da blieb mir nichts anderes übrig, als voller Demut zu antworten: »Ja Herr, ich will gehen.«

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Und so werde ich nun mit 62 Jahren zum ersten Mal mein Heimatland für einen Langzeitaufenthalt in einem anderen Land verlassen. Ich mache Schritte im Glauben wie noch nie zuvor. Herausforderungen? Sicherlich habe ich viele Herausforderungen: Visa, Emotionen, Finanzen, körperliche Kapazität … um nur ein paar zu nennen. Aber Gott weiß darum … und Er hat gesprochen … Also werde ich gehen! Ich bin sehr begeistert und beunruhigt zugleich. Einmal mehr fordert mich Jesus heraus, ihm zu vertrauen.

Verlasse dich auf den HERRN von ganzem Herzen,
und verlasse dich nicht auf deinen Verstand,
sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen,
so wird er dich recht führen.
Sprüche 3,5+6 (Luther)
Mit über 100 Leuten, die alle rote T-Shirts trugen, sind wir s-förmig eine Route durch Tondo gelaufen und haben Gottes Liebe und Macht zu retten laut proklamiert: «Jesus ist Herr! Hesus Hari ng Tondo! Jesus alone!« Jemand hatte den Eindruck, dass der Himmel offen sein und das Licht Gottes direkt in die Finsternis strahlt. Auf einem kleinen Transporter haben wir die Band untergebracht, die dem Marsch vorangefahren ist. Durch ein offenes Mikrofon konnt jeder die Anbetung während des Marsches mitgestalten. Da waren Jesus-Rufe ... Freude, Jauchzen und Lachen. Die ganze Zeit über haben wir Banner geschwungen, während wir durch den Slum gelaufen sind, vorbei an Marktplätzen, Wohngebäuden und kleinen Shops. Inmitten des Marschs tanzten auf einam alle fröhlich durch die Straßen und habe nicht aufgehört, Jesus als König der Könige zu erheben!

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Der Freudenzug

Nach dem zweistündigen Marsch kamen wir auf einem Basketball-Feld inmitten eines Wohngebiets von Wolkenkratzern unmittelbar neben Smokey Mountain an. Jayson erzählte sein Zeugnis, wie Jesus ihn aus den Klauen der Finsternis und schwerer Drogensucht befreit und sein Leben ganz und gar wiederhergestellt hat. Während er erzählte, wurden Leute von Furcht befreit und Hoffnung breitete sich auf dem Platz aus. Menschen unterschiedlicher Nationalität, aus verschiedenen Gemeinden und jeden Alters waren zusammengekommen, um den Namen Jesus zu erheben und gemeinsam dafür zu stehen, zu beten und zu glauben, dass Tondo verändert wird - TONDO4JESUS!

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Vor allem anderen

Als wir im Januar unsere Gebets- und Fastenwoche hatten, sprach Gott zu uns über den Tondo Worship March ... und von da aus haben wir angefangen zu planen. Wir haben uns mit Gemeinden in Verbindung gesetzt, uns eine Route überlegt und die Plätze gebucht. Wir haben geworben und Leute mobilisiert, T-Shirts und Banner gedruckt, eine PA gemietet und vieles mehr. Aber vor allem andren haben wir an der Vision im Glauben festgehalten, dass Gott Veränderungen für diesen Ort möchte und so das gesamte Event mit Gebet und Fasten vorbereitet. Und im Zuge dessen haben wir gleich noch zwei Evangelisationsabende mit Walter Heidenreich eingebaut.

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Als erstes haben wir den Platz von allem Müll befreit. Und dann ging's los: wir haben die Leute aus der Nachbarschaft eingeladen, mit den Kids gespielt, die über und über mit Dreck verschmutzt waren, aber so ein wunderschönes Lächeln haben. Keiner von uns hat je ein solches Event vorbereitet - wir waren also sehr »grün hinter den Ohren«, haben aber wunderbare Hand in Hand gearbeitet. Zusammen haben wir in einem Imbiss gegessen, dicht gedrängt mit vielen anderen auf dem Boden geschlafen. Die ganze HELP Philippines-Gemeinschaft war auf den Beinen ... nur die Wachhunde sind zu Hause geblieben. In diesen wenigen Tagen wurde Gott verehrt und wir stehen wirklich voll Ehrfurcht vor dem, was er getan hat. Seine Augen wachen wirklich über diesem Ort und er krönt die Menschen mit Schönheit.

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Einfluss

Wir glauben, dass dieser Event einen großen geistlichen Einfluss ausgeübt hat. Die Gegenwart Gottes wirkt immer Veränderung!!!
Im Eingang eines Gebäudes fragte eine Frau: »Wie geht das denn nun wirklich mit dieser Veränderung? Ich habe all diese Zeugnisse gehört und habe Hoffnung bekommen, für meinen alkoholabhängigen Mann zu glauben.« Viele haben das Gebet mitgesprochen, in dem sie Jesus ihr Herz öffnen - einige leise, andere laut. Mit unserem Gott ist gar nichts unmöglich!

Galerie

Vor kurzem sind wir mit 30 jungen Leuten aus unserer Gemeinschaft in den Süden der Philippinen nach Davao geflogen, um an der Gebetskonferenz UPRISING (United Prayer Rising) teilzunehmen. Für unsere Jugendlichen und einige der Mitarbeiter war es der erste Flug überhaupt. Die Konferenz wurde von vielen verschiedenen Kirchen und Gemeinden gemeinsam organisiert. Auch wir von HELP Philippinen waren im Organinsations-Team. Dass auf dieser Insel ein Krieg ausbrechen würde, ahnten wir beim Vorbereiten im Januar noch nicht ...

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Befreiung einer Stadt

Dass wir mit so vielen Jugendlichen dorthin gehen konnten, war ein Wunder, denn jeder musste für seine Ausgaben (Flugticket und Unterkunft) selber beten und glauben. Was haben wir gejubelt und uns gefreut, als zum Schluss 30 junge Leute durch viele Wunder Geld bekamen und alle Kosten gedeckt wurden, damit sie an diesem wichtigen Event dabei sein konnten. Die vier Tage in Davao waren gefüllt mit vielen guten Inputs über GEBET und EINHEIT. Als Nation und Leib Christi in Einheit zusammen zu stehen und als JUNG UND ALT gemeinsam vorwärts zu gehen, war die Vision der Konferenz. Der Höhepunkt war dann, als wir am vierten Tag zusammen mit 1.500 Menschen aus allen Provinzen der Philippinen 10 Stunden fasteten und gemeinsam für unser Land beteten und Buße taten. Trotz geltendem Kriegsrecht in Davao, war es die ganze Zeit über ruhig. Viele Soldaten, Feuerwehr und Sanitäter waren auf dem Platz um das Geschehen als Wachposten beordert. Viele von ihnen waren berührt von Gottes Gegenwart und wir konnten für sie beten. Mitte Oktober, nur einen Monat nach der Konferenz, konnte der philippinische Präsident Duterte nun die Befreiung der Stadt Marawi verkünden. Danke, Jesus!

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Arise!

Diese Konferenz war für viele das Erlebnis des Jahres schlechthin. Alle kehrten ermutigt, erfüllt, gestärkt und mit viel Vision zurück. UPRISING war nicht einfach eine Konferenz, sondern es war ein Anfang zum »Aufstehen«.
Jeannine Specht
So rief Jesus (in Matth. 4,19) Menschen aus ihrer Lebenssituation, nicht bedacht auf Schulbildung, Ansehen oder geistliche Reife. Er erwartete nicht, dass sie alles wissen. Er rief sie nicht in ein Kirchenprogramm! In der Nachfolge und IN BEZIEHUNG MIT IHM, werden Nachfolger erneuert und ausgerüstet. Aber es braucht Mut und Gehorsam, alles hinter uns zu lassen und seiner Stimme zu folgen.

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Ardens Zeugnis

Arden L. (24 Jahre), früherer drogenabhängig, ist Student der REVIVAL SCHOOL Philippines und erzählt:
»Der Müllberg in Payatas war das Zuhause meiner Familie. Wir waren so arm, dass ich noch nicht einmal eine Geburtsurkunde hatte. Ich habe meine Schulausbildung nicht abgeschlossen, da ich statt zu lernen, voll von Drogen mit meinen Freunden durch die Straßen zog. Um zu überleben, versuchte ich etwas Geld als Müllsammler zu verdienen. Ich dachte, dass das nun für immer mein Leben sei.

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ABER Gott hatte so viel bessere Pläne für mein Leben: Missionare (Mitarbeiter von HELP International CMC und ehemalige Drogenabhängige) besuchten unser Armenviertel und gaben Zeugnis von der frohen Botschaft und der Liebe Gottes. Selbst im Rausch, total benebelt von Drogen, fühlte ich bei jedem Besuch der Gruppe Gottes Liebe, seine Gegenwart und musste weinen.«

Für Gott ist alles möglich

»Aufgrund dieser Erfahrungen traf ich die Entscheidung, Jesus nachzufolgen. Ich machte die Reha im Set Free Center von HELP und erlebte dort, dass ich wertvoll bin und die Freude, Jesus mit meinem Leben anzubeten. Nach der Reha durfte ich die Schule nachholen, bekam meine Geburtsurkunde, machte einen Führerschein … und wurde Mitarbeiter im Father's House (Haus für ehem. Straßenkinder). Jetzt bin ich sogar stolzer Besitzer eines Reisepasses. Der Grund: Gott mich klar in die REVIVAL SCHOOL on the Move gerufen und in die Nationen! Ich bin so dankbar dafür, wie Gott mich verändert hat und werde jetzt trainiert, wachse in meiner Beziehung zum Heiligen Geist und mache Schritte in die Vision, die Gott mir gegen hat …« FÜR GOTT IST ALLES MÖGLICH!

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Und du?

Im Februar haben wir die REVIVAL SCHOOL 2018 mit fünf neuen Studenten aus den Philippinen sowie der Mongolei gestartet. Es ist begeisternd, wie sie Jesu nachfolgen, seine Pläne und Möglichkeiten entdecken wollen und ihm von ganzem Herzen nachfolgen.

Sei ein Teil davon, Jesus wie die ersten Jünger zu lieben, in Gemeinschaft zu leben, vom Heiligen Geist ausgerüstet und verändert zu werden, Zeuge zu sein und die frohe Botschaft auf die Straße zu den verlorenen zu bringen. FOLGE seinem Ruf bis an die Enden der Erde.

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Bete mit uns für Arbeiter für die Ernte und sei unser Partner in dem Neuen, was Gott hier tut. Gott beruft Menschen aus den einfachsten, ärmsten Lebensverhältnissen und demonstriert seine lebensverändernde Kraft! Was für die Welt schwach, nichts, unbedeutend und abgestempelt ist, erwählt Gott, um die Weisheit der Welt bloß zu stellen (die Bibel im 1. Korintherbrief).

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»Der Größte unter euch soll sich auf eine Stufe stellen mit dem Geringsten, und wer in führender Stellung ist, soll sein wie der, der dient. Wer ist denn höhergestellt ... Ich aber bin unter euch als der, der dient!« Lukas 22,26-27 (NGÜ)

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Normalerweise sitzt der Meister am Tisch und wird von seinen Dienern bedient. Hier ist es anders! »Denn ich bin euer Diener«, sagt Jesus im Lukas-Evangelium. Und dass das Evangelium im Alltag ganz praktisch anwendbar ist, buchstabieren wir gemeinsam tagtäglich durch ... mit den Großen und den Kleinen. Was für eine Freude und ein Vorrecht ist es doch, Brüdern und Schwestern zu dienen und dabei auch gleich noch persönlich etwas zu lernen.

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Learning by Doing

Da uns das Thema gerade beschäftigt und wir nach Möglichkeiten der praktischen Anwendung suchten, beteten wir mit unseren Kids und Teens im Father’s House. Der Heilige Geist zeigt uns den Oval – der kleine Park direkt vor unserer Haustür – und sagte zu uns, dass wir ihn aufräumen und säubern sollen. Das ganze Father’s House war begeistert und zusammen haben wir die Gelegenheit ergriffen, unserer Nachbarschaft zu dienen. Vor allem die Kinder waren begeistert dabei, einen »Clean up the Drive« zu veranstalten – auf Deutsch würden wir sagen: »Unsere Gegend soll schöner werden!«

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Bedeckt und ausgestattet

Bedeckt mit dem Blut Jesu und ausgestattet mit Besen, Kehrblech, Schaufel, Schubkarre und Müllsäcken ging’s los. Die Leute im Park schauten uns zu – manche lächelten, andere sahen verwundert aus. Auf die fragenden Gesichter antworteten wir mit einem breiten Lächeln, ohne irgendetwas erklären zu müssen. Wahrscheinlich hätte diese Aktion eine Person alleine mehrere Tage Arbeit gekostet. Gemeinsam schafften wir es in nur vier Stunden und erlebten und lernten, was es bedeutet, in Einheit, voller Freude und Liebe etwas zu tun, was anderen dient. Liebe Gott, liebe seine Kinder und liebe seine Schöpfung.
»Jeder soll den anderen mit der Gabe dienen, die er von Gott bekommen hat. Wenn ihr das tut, erweist ihr euch als gute Verwalter der Gnade, die Gott uns in so vielfältiger Weise schenkt. Redet jemand im Auftrag Gottes (...). Übt jemand einen praktischen Dienst aus, soll er die Kraft in Anspruch nehmen, die Gott ihm dafür gibt. Jede einzelne Gabe soll mit der Hilfe von Jesus Christus so eingesetzt werden, dass Gott geehrt wird.« 1. Petr. 4,10-11 (NGÜ)

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Bei uns im Set Free Center, wo Drogen- und Alkoholabhängige Hilfe suchen, erleben viele Erneuerung, werden frei von verschiedensten Süchten und empfangen ganz neues Leben. Eines ermutigt uns ganz besonders: Wenn Ehemalige weiter mit Jesus leben. Besonders berührt uns, wenn sie ihr früheres »Zuhause« und ihre »erweiterte Familie« besuchen und Gemeinschaft mit uns haben. Während der Weihnachtszeit kamen gleich fünf vorbei und brachten gleich Geschenke und Pizza mit. Manch lustige Begebenheit wird dann hervorgeholt und viel gelacht. Sie sind so dankbar, dass Jesus ihnen begegnet ist und darum kommen sie immer wieder vorbei und sagen »Dankeschön«.

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Vielen Dank!

Diese »Dankeschön« möchten wir auch euch für eure Liebe und finanzielle Unterstützung zum Ausdruck bringen, denn ihr helft uns diesen Dienst zu tun, der dazu da ist, dass Gottes Kinder mit dem Vater im Himmel versöhnt werden.

Men of Revival (Männer der Erweckung)

Letzten November riefen wir viele der ehemaligen Set-Free-Crew der letzten fünf Jahre zusammen, um Gemeinschaft zu haben und zusammen Jesus anzubeten. Erfreulicherweise kamen viele und zeigten großes Interesse, regelmäßig an so einem Treffen teilzunehmen, wo offen über Herausforderungen ausgetauscht wird, man auf ein offenes Ohr stößt und Gebet empfängt. Zusammen verspeisten wir noch eine Mitternachtsmahl, wo das Gespräch lebhaft weiter floss und viele gingen ermutigt und mit neuer Hoffnung. Dieses Treffen nenne wir MORe – Men Of Revival. Wir glauben, dass gerade unter Abhängigen Erweckung ausbrechen wird. Gott sucht nach Männern, die aufstehen und Jesus von ganzem Herzen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

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Das vergesse ich nie

»Vor zwei Jahren zog ich in ein anderer Stadtteil Manilas. Ich vergas jedoch nie, wo ich herkam und wer mich mit Jesus bekannt machte. Bei HELP lernte ich Jesus kennen. Ich werde diesen Ort nie vergessen!« (Percy)
Jeder von uns sehnt sich nach Familie, Schutz und dem Gefühl von Sicherheit. Diejenigen, die all das haben, sind sich oftmals nicht bewusst, wie glücklich sie sich schätzen können. Aber diejenigen, denen es fehlt, tendieren dazu Neid, Bitterkeit und sogar Hass mit all seinen hässlichen Nebenwirkungen zu entwickeln ...

Das tiefe Loch

Timothy, 22 Jahre alt, ist ohne Vater aufgewachsen. Als er noch sehr klein war, haben sich seine Eltern getrennt, weil sein Vater drogenabhängig war. Seine Mutter stand alleine da und musste ihn und seinen Bruder großziehen und versorgen. Nie hat Timothy den Rückhalt und Schutz eines Vaters erlebt. Nicht ein einziges Mal kam sein Vater zur Familie, um mal einen Abend mit ihnen zu verbringen. Mit der Zeit entwickelte Timothy Ärger, Bitterkeit und Hass seinem Vater gegenüber, weil dieser weder als Vater noch als Ehemann seine Verantwortung wahrgenommen hatte. Schließlich wurde Timothy auch drogenabhängig und von der Polizei für Drogenbesitz festgenommen ...

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Abba, Vater!

Er kam ins Gefängnis, wurde aber bald wieder entlassen und entschied, ins Set Free Center zu gehen und eine Therapie zu machen. Timothy kam zur Ruhe, fand Frieden, Hoffnung und erlebte die Liebe Jesu. Er ist Abba Vater begegnet ... Dann kam eines Sonntags ganz überraschend sein Vater zu Besuch. Timothy war so erstaunt als er merkte, dass der ganze  Äger und alle Bitterkeit verschwunden waren. Stattdessen war da pure Begeisterung! »Als ich meinen Vater sah und mit ihm sprach, ist es mir richtig durchs Herz gegangen, dass es die Liebe Gottes ist, die mich lehrt, meinen Vater zu lieben, obwohl er uns alle verlassen und sich nie um uns gekümmert hat.«

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Bald geht für Timothy das einjährige Reha-Programm im Set Free Center zu Ende. Sein Vertrauen in Gott ist sehr gewachsen und er hat gelernt, dass seine Identität alleine in Abba Vater ist. Er wird immer mutiger, Zeugnis zu geben und Menschen zu begegnen.

Brauchst du Hilfe?

Wir haben noch freie Plätze in der Reha und wenn du mit Süchten irgendwelcher Art kämpfst, dann melde dich bei uns. Alle Infos sind auf der Webseite des Set Free Centers.
Wir wussten nicht wirklich, wer unser neuer Besuch eigentlich sein würde und dachten, dass wir sie »Ate« (Schwester) Cynthia nennen. Das machen wir in der Regel bei Frauen so. Doch schon bei der ersten Begegnung wussten wir alle, dass wir sie »Lola« (Großmutter) nennen wollen.

Göttliche Begegnung

Gott hat sie genau im richtigen Moment zu uns geschickt! Sie selbst hat rund 20 Jahren gewartet und gebetet, um auf die Philippinen kommen zu können. Gottes Wege sind einmalig und wir waren alle berührt, wie er uns zusammen geführt hat. Wir haben zusammen viel Zeit mit Lobpreis verbracht, da Lola Cindy genau in unserer Fasten- und Gebetswoche kam. So konnten wir sie noch nicht einmal zu einem guten Essen einladen ... wir waren ja alle am Fasten! Dafür haben wir viel Zeit mit Gott verbracht, was wir alle so lieben und brauchen!

Lola 10

Lola Cynthia

Einer der schönsten Momente war, als Cynthia über unseren Kindern und Jugendlichen prophezeite. Es war für uns Mitarbeiter eindrücklich zu sehen, wie Gott unsere Kinder sieht. Er hat so viel Liebe für jeden einzelnen, er hat eine Leidenschaft für jeden ... gewaltig!
Herzlichen Dank, Lola Cynthia für deinen Besuch bei uns. Danke für jede Umarmung und deine Liebe, mit der du uns begegnet bist. Durch deinen Besuch haben sich einige wieder neu in Jesus verliebt! Ja, du bist genial, herzlich und eine liebenswürdige Großmutter für uns. Wir freuen uns schon auf deinen nächsten Besuch ... zusammen mit »Lolo« (Großvater).

... und das ist erst der Anfang ... »Ja, ich weiß, dass Gott mich ruft, aber ich weiß nicht wie ich monatlich € 200 zahlen soll – es ist ein zu großer Berg.« Das war das Statement eines Filipinos nur kurze Zeit bevor die REVIVAL SCHOOL starte. Er zweifelte, als er erfuhr, wie hoch die Schulkosten sind und war ... entmutigt. Doch Gott zeigte ihm etwas sehr Entscheidendes; nämlich dass er BESSER ist ALS GEDACHT ... Strahlend strecke er mir pünktlich vor dem Start der Schule einen Umschlag entgegen – ERSTER MONAT BEZAHLT!
Ein anderer Student dachte, ich wolle ihn veräppeln, als ich ihm sagte, dass jemand für ihn einen Monat bezahlt hatte ...

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Ein neues Kapitel

Wir sind am Beginn eines neuen Kapitels! REVIVAL SCHOOL heißt: Gott erweckt Glauben in uns und ruft uns in neue Dimensionen und in eine neue Freiheit. Ja, es ist möglich, 100% aus Glauben zu leben, denn GOTT versorgt. Und das hängt nicht von der Nationalität ab!
Persönlich zog ich in das Schulgebäude ein, hatte einen Löffel im Küchenhaushalt und stellte fest, dass ohne Messer oder Schäler eine Karotte schwer zu essen ist ☺. Bevor wir die Schule starteten, hatten wir ein paar einfache Möbelstücke, die Küche war jedoch so gut wie leer – DOCH BEI GOTT IST ALLES MÖGLICH!

Wunder 04

Übernatürliche Versorgung fing an zu fließen ...

... Besteck, Behälter und Küchengeräte wurden von der erweiterten Gemeinschaft vorbeigebracht. Geld für Becher und Bettwäsche kam zusammen, Hände zum Putzen meldeten sich. Plötzlich hatte ein Student das doppelte Schulgeld und er erzählte, wie Gott ihm sagte: »Ich segne dich und habe dich zum Segen gesetzt – sei ein Segen.« Wir sehen, wie hier in den Filipinos eine neue Identität wächst, sich entfaltet. Eines der größten Wunder ist, wenn ein Filipino sagt: »Ja, ich habe etwas zu geben!«

Wunder 05

Wir glauben an Wunder

Es war ein Wunder, dass wir Anfang August mit fünf Studenten die Schule starten konnten ... und wir sind weiter auf Wunder angewiesen. Es ist für uns alle ein Abenteuer, in dem Neuen zu gehen, nur von Gott abhängig zu sein, ihm alles zuzutrauen und zu sehen, wie menschlich Undenkbares bei Gott möglich wird.

Wunder 03

Das ist erst der Anfang von Gottes Bestätigung und Versorgung. In den nächsten Wochen werden wir verstärkt auf die Straße gehen und diesen Segen weiter fließen lassen. Tondo (der riesige Müllberg in Manila) soll den Reichtum Gottes erfahren und wir werden seine Liebesboten sein, denn wir sind gesegnet, um ein Segen zu sein. Wir werden auf die umkämpfte Insel Mindanao fliegen zu UPRISING, um zu beten und zu fasten und für das Land im Gebet aufzustehen! Keine Revolution, sondern REVIVAL!
Tag 3 unseres Tondo-Einsatzes. Hier machen wir wöchentlich Einsätze und haben ein kleines Apartment gemietet, um auch mal mehrere Tage vor Ort zu sein – ganz nahe am Geschehen und an den Menschen. Diese »special Einsätze« dauern jeweils zwischen drei bis fünf Tage. Eine echte Herausforderung in dieser Umgebung zu leben, zu atmen, aber auch ein Vorrecht, das machen zu dürfen.

Tag 3

Also, Tag 3 ... Wir haben oben auf der Müllhalde angebetet und gebetet und waren auf dem Rückweg zu unserer Base, als uns dieser Mann über den Weg lief. Er ist ganz alleine, verlassen von Familie und Verwandtschaft. Alles, was er besitzt, ist eine Hängematte, die er zwischen ein paar kleinen Bäumen irgendwo in einem Hinterhof aufhängt. Als wir ihn sahen, sagte Gott uns, dass wir zu ihm gehen und ihm das Evangelium verkündigen sollten. Was Gott sagt, das tun wir!

For the one 03

Wir geben, was wir haben

Es war so kostbar zu sehen, wie dieser Mann sein Herz für das Evangelium öffnete. Wir fragten ihn, ob er Jesus in sein Leben einladen möchte, und »Ja!« das wollte er. Gemeinsam baten wir Jesus, in das Leben dieses Mannes zu kommen und beteten dann gleich weiter für Heilung seiner vielen Wunden an Körper, Seele und Geist. Uns fiel auf, dass er wirklich gar nichts hatte – kein Essen und auch kein Geld, um sich etwas zu Essen zu kaufen. Wir gaben ihm, was wir hatten.

For the one 05

Das Evangelium muss gepredigt werden

Bevor wir gingen, fragten wir ihn, ob ihm jemals zuvor jemand das Evangelium erklärt habe - »Nein«, war seine Antwort. Kein Wunder, dass Gott uns zu ihm geschickt hat. Jesus ließ die 99 Schafe zurück, um das eine verlorene zu suchen. Für uns ist es schrecklich, etwas Kostbares zu verlieren. Wie muss es Gott gehen, der uns geschaffen und uns so geliebt hat, dass er sogar seinen Sohn für uns gab. Wir sind so dankbar, dass Gott uns gefunden hat und uns nun gebraucht, die Verlorenen zu finden und ihnen die Gute Nachricht zu bringen.
Durch meine zweijährige Amöben-Geschichte (tropische Darmerkrankung, die durch verunreinigtes Wasser übertragen wird) wurde ich sehr vorsichtig im Umgang mit Wasser. Obwohl ich die letzten vier Jahre keine Amöben mehr hatte und gesund war, trank ich immer mein spezielles Wasser, das ich extra in einem der vielen Wassergeschäften hier kaufte. Ich trank nicht mehr vom Wasser hier im Haus. So war ich immer mit »meiner« Trinkflasche unterwegs ...

Die Schlacht im Kopf

Die letzten Monate merkte ich, wie mich wieder Gedanken an diese Krankheit einholten. Ich hatte Bauchschmerzen und auch Durchfall. Meine Gedanken kreisten wieder ängstlich um diese Amöben.
Ende April hatten wir als ganze HELP-Gemeinschaft vier Gemeinschaftstage an einem anderen Ort außerhalb unseres Zentrums. Ich stand vor der herausfordernden Frage: »Kann ich das Wasser dort nun wirklich trinken?« Es war sehr heiß und ich brauchte viel Wasser ... Etwas in mir ermutigte mich, das »Trinkwasser« dort einfach zu trinken.

Endlich frei 03

Frei von Angst

Am nächsten Morgen beteten wir für Heilung, weil einige körperlich krank waren. Ich wusste, dass ich auch Heilung brauchte und zwar für meine Gedanken bezüglich der Amöben. Vor vier Jahren hatte ich Heilung erfahren und wurde körperlich frei von Amöben. Nun spürte ich, dass Gott mich von der Angst vor Amöben freisetzen will.
Ich streckte mich aus nach kompletter Heilung und durfte sie erleben. Das war ein einmaliges Erlebnis. Halleluja! Seitdem fühle ich mich so frei. Bei jedem Schluck normalen Trinkwassers werde ich erneut an diese Heilung erinnert. Nicht mehr ständig mit der eigenen Flasche unterwegs sein zu müssen fühlt sich herrlich an.
Jeannine
     
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