Denn ich weiß genau, was ich für Gedanken über euch habe, sagt der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. (Jeremia 29,11)

Zukunft und Hoffnung?! Diese Worte waren mir völlig fremd, als ich vor vier Jahren hier nach Lüdenscheid kam.
Ich heiße Christina, bin 26 Jahren alt und in einem völlig normalen christlichen Elternhaus aufgewachsen. Die Frage ob es Gott wirklich gibt, stellte ich mir nicht, denn es war für mich selbstverständlich, dass es ihn gibt. Missionarsgeschichten begeisterten mich schon von klein auf sehr, ganz besonders die von Jim Elliot, und mit 10 Jahren war für mich klar: »Eines Tages werde ich für Gott in die Nationen gehen.«

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Wo bleibt die Freiheit?

Jedoch drängten der Alltag in der Schule und alles, was dazu gehörte, diesen Wunsch ganz schön in den Hintergrund. Als ich 16 wurde, veränderte sich unsere Jugend sehr, da wir einen neuen Leiter bekamen, der davon überzeugt war, dass es richtig sei, dass Frauen in der Gemeinde schweigen und sich darauf konzentrieren sollten, gute Ehefrauen zu sein oder zu werden. Immer mehr fühlte ich mich in meiner Freiheit begrenzt und eingeengt, sodass sich in meinem Herzen mehr und mehr Rebellion ausbreitete, die sich gegen alles, was mit Gemeinde und Kirche zu tun hatte, richtete!
Auch in der Schule fing ich an, meiner Rebellion Ausdruck zu verleihen. Ich merkte dabei nicht, wie sehr sich mein Herz für Jesus verschloss und dass ich mich dadurch von ihm entfernte.

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Ein Schock des Lebens

2011 (ich war 19) erfuhr ich von meinem Vater völlig unerwartet, dass meine Mutter einen Gehirntumor hat und die Ärzte ihr noch höchste fünf Monate zu leben gaben. Diese Nachricht traf mich sehr und ich weiß heute noch ganz genau, dass dies der Moment war, in dem ich zu Gott sagte: »Gott, ich brauche dich nicht mehr, du hilfst mir nicht und jetzt nimmst du mir auch noch die Menschen, die ich liebe!« Ich entschied mich von dem Moment an, meinen eigenen Weg zu gehen. Es dauerte nicht lang und ich begann auf Partys meinen ganzen Frust und meine Enttäuschung rauszulassen und dachte: »Endlich bin ich frei!«

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Der Weg bergab

Nach einigen Monaten wurden mir die Partys zu langweilig und ich suchte nach mehr. So stieß ich auf Marihuana, Extasy und andere chemische Drogen. Aus einem einmal wöchentlichen Spaß, der die Partys verschönerte, wurde schnell ein unverzichtbares Mittel, das nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken war. Ich verlor meine Ausbildung, weil ich einfach nicht mehr auftauchte und meine Eltern warfen mich raus, weil sie bemerkten, dass ich ihnen immer wieder Geld klaute. Nach und nach verlor ich alles, was mir eigentlich wichtig war.
Ich merkte nicht, was alles passierte und dass ich mich in einem Teufelskreis befand, aus dem ich alleine nicht wieder rauskam. In meiner Welt glaubte ich immer noch, alles im Griff zu haben! Ich rutschte immer weiter in die Drogenszene ab und lernte immer mehr Leute kennen, die sich in dieser Szene bewegten. Ständig war ich unter Mesnchen, denn ich hielt es nicht eine Minute alleine mit meinen Gedanken aus. Jedes Mal, wenn ich alleine war, realisierte ich, dass ich alle meine Vorsätze und Ziele in nur drei Jahren weggeschmissen hatte und jetzt vor dem Nichts stand!

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Die Entscheidung

Wie jeden Morgen traf ich mich mit meiner Freundin, um die Drogen zu kaufen, die wir für den Tag brauchten. Plötzlich auf dem Weg dorthin, hatte ich einen Gedanken, der mir klar machte, wo ich eigentlich stand: »Wenn du heute nicht aufhörst und dein Leben nicht änderst, wirst du mit 30 Jahren immer noch hier sitzen, mit denselben Leuten und dasselbe tun.«
Heute weiß ich, dass es der Heilige Geist war, aber damals war ich einfach nur geschockt von der Vorstellung, mit 30 Jahren immer noch in diesem Zustand zu sein. Ich wusste, ich muss was tun ... und zwar jetzt, denn mit 30 wollte ich woanders stehen als mit beiden Beinen im Drogensumpf.

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Alles neu

Ich entschied mich, eine christliche Reha zu machen und so kam ich vor vier Jahren nach Lüdenscheid ins Haus Wiedenhof. Alles in meinem Leben wurde komplett neu! Gott schenkte mir ein neues Leben und er zeigte mir, dass es wahr ist, dass er für jeden eine Hoffnung und eine gute Zukunft hat.
Ich erlebte seine Vergebung auf eine Art und Weise, wie ich sie zuvor noch nie erlebt hatte. Aber was das Größte für mich war: dass ich den Heiligen Geist kennen lernte und er mir Vision für mein Leben gab. Ich merkte mehr und mehr, wie sich ganz neu eine Liebe für die Nationen in mir breit machte, die mich ein Jahr später auf die Revival School brachte.

Christina 04

Die Nationen warten!

Gott versorgte mich übernatürlich mit allem, was ich brauchte. Nicht nur in Lüdenscheid – ich konnte sogar einen Einsatz nach Manila machen, was für mich eines der größten Wunder war. Zwei Jahre zuvor hatte ich nichts und mein Leben war total kaputt ... und jetzt erlebte ich, dass für Gott nichts unmöglich ist!
Auf diesem Einsatz zeigte mir Gott, dass er mich wirklich in die Mission schicken will und dass ich nicht zum letzten Mal in den Nationen sein würde. Ich erlebte seine Führung in jeder Situation, und alles, wovon ich als Kind geträumt hatte, ließ er wieder aufleben und stückweit Wirklichkeit werden. Gleich im nächsten Jahr ging’s nämlich weiter. Gott schickte mich auf die Revival School on the move, wo ich ein halbes Jahr in den Nationen war (Mongolei, China, Philippinen) und dort gab er mir mehr und mehr Vision für mein Leben.

Christina 03

Gottes Liebe überwältigt mich einfach und zeigt mir, dass er wirklich ALLES neu gemacht hat. Er zeigte mir, dass seine Wege und Pläne besser sind als meine! Er hat mich berufen, in Nationen zu gehen ... und ich werde gehen.
Christina
     
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