Ich heiße Salome und dies ist meine Geschichte ... Noch bevor ich ein Jahr alt war, saß ich schon im ersten Flieger, und zwar hieß es ab in die Mongolei für einen dreimonatigen Einsatz.

Sag niemals nie 04 

Ein Land, was zu der Zeit unterentwickelt war, hygienisch wohl eher grenzwertig und für ein Kleinkind nicht ungefährlich. Wer hätte jedoch gedacht, dass nur zwei Jahre später meine Eltern und ich wieder im Flieger sitzen würden und zwar mit einem One-Way-Ticket in die Mongolei? Im Winter, bei -43°C kommen wir 1998 in der Ulan Bator (Hauptstadt der Mongolei) an. Ich hatte das Privileg, als Missionarskind in der Mongolei aufzuwachsen.

Sag niemals nie 08

»Herr, hier bin ich, sende mich!«

Schon als Kind entschied ich mich, Jesus nachzufolgen und ließ mich mit 6 Jahren taufen. Für mich war klar: Auch ich werde eines Tages in die Mission gehen! Ein normales Leben, im Sinne von heiraten, Haus kaufen und Kinder haben, kam für mich nicht in Frage. So fragte ich Gott immer wieder: »Gott, warum muss ich zur Schule gehen?« Ich hatte nämlich eine Geschichte von einem Mann gehört, der mächtig von Gott gebraucht wurde, ohne Schreiben und Lesen zu können. Somit war ich überzeugt, Gott könnte auch mich ohne schulische Ausbildung gebrauchen. Ich bin heute immer noch überzeugt, dass Gott nicht abhängig ist von unseren Fähigkeiten und unserem Können ... Halleluja!

Sag niemals nie 05

Dieses Gefühl, ewig warten zu müssen, obwohl tief in mir der Wunsch war, in die Mission zu gehen und Gott zu dienen, ließ mich teilweise verzweifeln. Ich war entschieden, Jesus nachzufolgen, aber speziell in meinen Teenie-Jahren geriet dies immer wieder ins Wanken. Irgendwie wollte ich Jesus nachfolgen, aber mir schien, dass die Welt mehr Abenteuer zu bieten hätte.

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Jesus oder die Welt?

Nach meinem High-School-Abschluss in der Mongolei, ging ich in die Schweiz, um dort mein Abi nachzuholen. So zog ich mit 16 Jahren, ohne meine Eltern und meine jüngere Schwester, in die Schweiz. Ein komplett neuer Lebensabschnitt fing an – neue Freunde, neue Kultur, neues Schulsystem. Ich fühlte mich, obwohl ich Schweizerin war, wie ein Ausländer im eigenen Land. Immer mehr fühlte ich mich alleine, verzweifelt, hoffnungslos und ohne Ziel. Wo war Gott in alldem? Hatte auch er mich verlassen?

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Ich fing mich an zu fragen, ob es Gott wirklich gibt. Oder war es doch nur eine nette Geschichte, die mir meine Eltern erzählt hatten? Ich war hin und her gerissen, denn ich hatte Gottes Stimme doch schon als Kind gehört und doch stand ich nun vor der Entscheidung: Jesus oder die Welt? Wie sollte ich wissen, dass Jesus wirklich lebt und er der einzig wahre Gott ist, wenn ich noch nie was anderes ausprobiert hatte. Ich fing an, meinen eigenen Weg zu gehen, trank Alkohol, rauchte und war mit Freunden auf Partys unterwegs. In mir entstand eine immer größere Leere. Ich probierte sie immer mehr zu füllen, aber Tatsache war, mir ging es immer schlechter. Ich war komplett hoffnungs- und perspektivlos, aber ich wollte nicht nur, weil es mir schlecht ging, mich wieder für Jesus entscheiden. Nein, es konnte nicht mehr so weiter gehen! Ich konnte nicht mit einem Fuß in der Welt sein und mit dem anderen bei Jesus.

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Ich entschied mich, dass ich mit dem Glauben an Jesus nichts mehr zu tun haben wollte ... so dachte ich zumindest. Ich entschloss mich nach Weihnachten (2013) meinen Eltern meinen Entschluss mitzuteilen, denn ich wollte ja nicht die schöne Weihnachtszeit ruinieren. Doch soweit kam es nie, denn Gott begegnete mir und schenkte mir echtes neues Leben. Leben, das nur er geben kann. Leben, das von innen herauskommt.
Nachdem ich während der Anbetungszeit im Weihnachtsgottesdienst so einen tiefen Frieden erlebt hatte, wusste ich einfach, dass es Gott gibt und dass er kein Märchen ist. Mir fielen es wie Schuppen von den Augen: Auf einmal war es mir so klar – ich will Jesus nachfolgen und zwar radikal, ohne Kompromiss!

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»Sag niemals nie!«

Ein Jahr später kam ich nach Lüdenscheid auf die Revival School. Geplant war für drei Monate zu kommen, daraus wurden jedoch 2 Jahre. Während der Zeit auf der Revival School fing Gott wieder an, über Nationen und Mission zu reden. An einem gewissen Punkt fragte mich der Heilige Geist: »Salome, glaubst du wirklich, dass ich dich berufen habe, in die Nationen zu gehen? Oder träumst du nur vor dich hin?« In Wahrheit musste ich mir eingestehen, dass ich eigentlich keinen Glauben hatte und dass für mich Mission so weit weg schien, wie die Sonne von der Erde. Ich hatte das Gefühl, niemals dorthin zu kommen. Ich sagte das Gott genau so und durfte erleben, wie er mich veränderte, sodass ich heute voller Glauben sagen kann: »Ich weiß, dass Gott mich berufen hat in die Nationen zu gehen. Ein Hoffnungsträger zu sein, wo keine Hoffnung ist. Licht in die finstersten Orte der Welt zu bringen.«

Ja, dazu bin nicht nur ich berufen, sondern auch Du. Wir sind berufen bis an die Enden der Erde zu gehen, Licht zu sein, wo kein Licht ist, die Hände und Füße Jesus zu sein für eine verlorene und zerbrochene Welt!

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Während der Zeit auf der Revival School sprach Gott über Thailand zu mir – ein Land, wo ich nie hingehen wollte. Gott schenkte mir eine Liebe und ein Herz für die Thais. Momentan bin ich jedoch noch in Deutschland und bin gerade im ersten Semester meines Studiums für Soziale Arbeit. Man sollte niemals nie sagen, denn Studieren war definitiv nicht auf meiner To-Do-Liste. Aber wenn Gott ruft, dann wirft er so manchmal unsere Vorstellungen und Pläne über Bord. Mein Fokus bleibt jedoch Thailand und alles, was ich jetzt erlebe, sehe ich als Vorbereitungszeit.
     
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