Bei meiner Urlaubsplanung Ende letzten Jahres habe ich mir überlegt, dieses Mal keinen normalen Urlaub zu machen, sondern nach einem Einsatz zu schauen. Juhu, ein Abenteuer in die große weite Welt. Auf der Internetseite von HELP habe ich den Mongolei-Einsatz für 2019 gefunden, der allerdings vier Wochen geht, was ein Problem ist, da es gerade ein Rundschreiben auf meiner Arbeit gab, dass man höchstens drei Wochen Urlaub am Stück nehmen darf. Die erste Woche des Einsatzes findet in Ulan Bator mit der Burning Hearts Konferenz statt und anschließend startet die dreiwöchige Tour mit einer 38-stündigen Busfahrt in das 1600 Kilometer entfernte Ulgi. Also habe ich bei HELP in der Mongolei nachgefragt, ob ich nur drei Wochen teilnehmen könnte (eine Woche Konferenz und zwei Wochen Ulgi) und dachte, das klappt bestimmt nicht ... Aber die Antwort war: »... wenn es mehrere Einsatzteilnehmer sind, die nicht so lange können, überlegen wir uns, ein Team zu machen, das fliegt. Toll, dass du so entschlossen bist, diesen Einsatz zu machen.«

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Wow, diese Antwort hat genau Josua 1,9 getroffen – ein Vers, der mir schon eine Weile immer wieder kommt: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst. In der Mensa lag dann noch eine Zeitung auf dem Tisch, wo eine Überschrift lautete: Should I stay or should I grow? Bei genauerem Hinsehen las ich: Should I stay or should I go NOW? Wow, das war für mich echt nochmal eine Bestätigung.

Vision for Mission

Ende Januar war ich beim Vision for Mission-Wochenende in Lüdenscheid. Ein tolles Wochenende in der Wohlfühlgegenwart des Heiligen Geistes, aber die genaueren Umstände für den Einsatz, die ich dort erfahren habe, liegen so völlig außerhalb meiner Wohlfühlzone ...
Alleine von Deutschland nach Ulan Bator fliegen, alleine im Hotel, die 1,5-Mio.-Einwohnerstadt erkunden, ohne ein Wort Mongolisch zu sprechen und ohne kyrillische Buchstaben zu kennen, in Ulgi von Dorf zu Dorf mit dem Bus fahren, in der Jurte auf der Isomatte übernachten ohne fließendes Wasser. Also ehrlich gesagt, wollte ich gar nicht mehr auf den Einsatz.

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Vor dem Wochenende habe ich Jesus gefragt, wo er hingeht, weil ich ihm ja nachfolgen will und da hatte ich ein Bild von einer Landkarte vor Augen, wie Jesus von Deutschland nach Ulan Bator geht, von dort nach Ulgi und dort kleine gelbe Punkte entstehen. Als Jesus wieder zurück in Deutschland war, wurden aus den kleinen gelben Punkten eine große gelbe Fläche in Ulgi. Also Gott hat etwas vor in der Mongolei.
Und dann habe ich das gleiche Bild, nur viel schöner gemalt von Anna Renner im HELP- Deutschland-Blog gefunden, zusammen mit dem Gedicht »Sie rennt ihm nach«.

Mongolei Einsatz 03

Sie rennt ihm nach

Wow, dachte ich, das gibt’s ja nicht, das ist ja genau mein Bild. Und trotzdem wollte ich nicht gehen und habe nochmal Jesus gefragt, was soll ich jetzt machen? Ich schlug meine englische Bibel auf und bin bei Jeremia 2,2 gelandet: I remember the loyalty of your youth, your love as a bride, how you followed me in the wilderness, in a land not sown. Die Braut folgt in die Wildnis, in ein Land, wo noch nicht gesät wurde. Das war genau das, was am Wochenende gesagt wurde, dass die Region um Ulgi von dem geistlichen Aufbruch nach der Öffnung der Mongolei in den 1990er Jahren ausgenommen blieb ... Und dann kam zur Krönung noch ein Erlebnis in der Bücherei mit meinem Mann Ralf ...

In der Bücherei

Ralf hatte dort schon gestöbert und mir auch Reiseführer über die Mongolei mitgebracht. Wir standen vor den Zeitschriftenfächern und er sagt zu mir: »Ich habe noch nie in den Reisezeitschriften etwas über die Mongolei gefunden.« In dem Moment mache ich die Klappe der Box auf und schaue auf die Titelseite der Zeitschrift und lese Mongolei. »Schau mal ... was hast du gerade gesagt? Im Inhaltsverzeichnis steht Westen der Mongolei: Guck mal, Westen, Ulgi ist doch im Westen.« Ich schaue ins Heft, schlage die Seite mit dem Bericht auf und finde eine Landkarte von Bayan Ulgi und genau mittig Ulgi. Gibt’s nicht ... wenn das nicht von Gott ist, dann weiß ich auch nicht ...

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Upps

Dann der Schock! Wieder zu Hause angekommen, öffne ich das Postfach. Ein eMail von HELP:

»Liebe Anja, das Team in der Mongolei hat ja geschaut, wie das mit dem Einsatz gehen kann, sprich der Verkürzung des Einsatzes, in der Hoffnung, dem Glauben, dass da noch andere sind, die einen kürzeren Einsatz bevorzugen würden. Jetzt hat sich herausgestellt, dass dem nicht so ist. Auch haben sie im Laufe der konkreteren Planungen des Einsatzes gemerkt, dass es sich tatsächlich nur sehr schwer verwirklichen lässt, dass eine Einzelperson früher aussteigt, weil man wirklich in sehr abgelegenen Gegenden unterwegs ist. Deshalb ist es jetzt so, dass sie als Team nicht die Möglichkeit sehen, jemanden mit dabei zu haben, der nicht die ganze Zeit teilnimmt.«

Uih, das kann doch nicht sein, gerade jetzt, wo ich mir 100%ig sicher bin, dass ich in die Mongolei und speziell mit nach Ulgi gehen soll. Da wäre ja alles, was ich darüber weiß, wie Gott zu mir spricht, über den Haufen geworfen. Ich rufe meine Schwester Martina an, nachdem ich abends auch noch eine Predigt über gehorsam sein, wenn Gott zu dir spricht, angehört habe.

Martina ist da ganz cool drauf und sagt: »Ja, dann kündigst du eben, wenn die Arbeit dir nicht vier Wochen Urlaub geben will.« Okay, kündigen will ich nicht gleich, aber ich schildere mein Problem und plötzlich sagt die Chefin: »Nun gut, dann mache ich mal eine Ausnahme.«

Mongolei Einsatz 10

Mongolei - ich komme!

Schnell einen Flug buchen. Oh Schreck, nur noch drei freie Plätze. Mein Reisepass ist abgelaufen und den brauche ich für die Flugbuchung. Bei nur noch drei freien Plätzen kann ich doch nicht vier Wochen warten, bis endlich mein neuer Pass fertig ist. Hektische Betriebsamkeit und letztlich klappt die Flugbuchung ohne Probleme. Ich bin gestresst und Gott spricht zu mir: You will keep in perfect peace all who trust in you, all whose thoughts are fixed on you. (Jesaja 26,3) Genau, auf die Panik und den Stress hab ich nicht nochmal Lust. Ich will meine Gedanken auf IHN richten und auf IHN vertrauen und so in PERFECT PEACE bleiben – egal, was passiert und wie die Umstände sind.

Ein leiser Zweifel: Ich habe ja noch nie einen Einsatz gemacht. Die prompte Antwort: Bis jetzt habt ihr das nicht getan. Bittet in meinem Namen, und ihr werdet empfangen, dann wird eure Freude vollkommen sein. (Johannes 16,24)
Und Apg. 1,8: Aber wenn der Heilige Geist über euch gekommen ist, werdet ihr seine Kraft empfangen. Dann werdet ihr von mir berichten – in Jerusalem, in ganz Judäa, in Samarien, ja bis an die Enden der Erde.

Anja Lange
Ich heiße Michael - genannt Mille. 2008 kam ich nach Lüdenscheid und habe die REVIVAL SCHOOL besucht. Von dort aus bin ich für knapp drei Jahre nach Nagaland gegangen, habe einen Dienst unter Armen und Bedürftigen mit aufgebaut. Vor zwei Jahren bin ich wieder nach Deutschland zurückgekommen und arbeite in meinem Beruf als Heilerziehungspfleger. Aber ich weiß, dass das nur vorübergehend so ist, denn mein Herz brennt für die Nationen und ich merke, dass Gott mich richtig zieht.

Mille 03

Jetzt bin ich für drei Monate auf den Philippinen und arbeite in Manila im Father’s House mit. Das Father’s House ist ein Dienst von HELP Philippinen. Hier leben derzeit 12 Kinder, die entweder von der Straße kommen und keine Eltern mehr haben oder sie kommen aus schwierigen Verhältnissen, wo die Eltern sich nicht um sie kümmern konnten.

Wunscherfüllung

Es macht mir total Spaß und viel Freude, wenn ich Zeit mit den Kindern verbringen kann. Für mich geht hier ein Traum in Erfüllung, denn ich hatte schon als Teenager den Wunsch, eine solche Arbeit zu machen. Diese Kinder brauchen eine Familie, die wir ihnen als Mitarbeiter nur bedingt ersetzen können. Deswegen ist es um so schöner, dass wir ihnen die Liebe des Vaters weitergeben können. »Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.« (Römer 5,5)

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Ausbruch aus Tondo

Als ich Kind war, habe ich ein Hörspiel gehört mit dem Titel Ausbruch aus Tondo. Es ist eine wahre Geschichte über einen Straßenjungen aus Tondo, der Jesus kennen gelernt hat und dessen Leben sich daraufhin sehr zum Guten verändert. Tondo ist ein Stadtteil von Manila, der als eines der ärmsten weltweit gilt. Wir sind drei Tage dorthin hingegangen. Plötzlich war ich an dem Ort, von dem ich vor 30 Jahre zum ersten Mal gehört hatte. Wir waren an vielen Plätzen in diesem Gebiet und haben viele Menschen kennen gelernt, konnten für sie beten und ihnen von Jesus erzählen.

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Mein Highlight aus der Zeit in Tondo war das Zusammentreffen mit einer Gruppe von Kindern aus einem kleinen Slum am Hafen. Ich konnte ihnen eine Geschichte über die Liebe Gottes erzählen und dann haben wir zusammen gebetet. Die Kinder haben Jesus gebeten, ihnen zu zeigen, wie wertvoll sie ihn seinen Augen sind. Mich hat das tief bewegt und sehr berührt.

Nächster Schritt

Ich bin auf den Philippinen, um zu schauen, ob Gott einen Platz für mich in Manila hat. Mein größter Wunsch ist, dass Gott mir seinen Platz für mein Leben zeigt und er mich gebraucht, um seine Liebe zu den Menschen zu bringen.

Mille 08
Kein anderer als Jesus hat zu uns, seinen Jüngern, gesagt: »Heilt die Kranken, reinigt die Aussätzigen, weckt die Toten auf, treibt die Dämonen aus. Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch.« (Matth. 10,8)

Weil sie gegangen sind

Seit 1994 haben wir in der Mongolei einen festen Dienst - HELP Mongolei - und bis heute sind über 1.300 Missionare mit uns in dieses wunderschöne Land gegangen. Sie haben es vom Norden bis in den Süden und vom Westen bis in den Osten durchstreift - zu Fuß, in wilden Autofahrten, mit dem Fahrrad. Unterwegs haben sie gebetet und angebetet, das Evangelium in der Kraft des Heiligen Geistes verkündigt, es sind Zeichen und Wunder geschehen ... Apostelgeschichte live! Menschen wurden gerettet, geheilt und befreit. Sie haben weitergegeben, was sie zuvor empfangen haben ... und es gab so manche sehr lustige Episode. Manche von ihnen sind langfristig geblieben. Weil sie gegangen sind, haben Mongolen das ganze Evangelium in ihrem Leben empfangen und sind zu kompromisslosen Nachfolgern geworden, denen die gleichen Zeichen und Wunder folgen ...

Nachfolge 03

Oogii

... ist einer dieser kompromisslosen Nachfolger. Heute gehört er zur Leiterschaft von HELP Mongolei ... das war aber nicht immer so. Die meiste Zeit erlebte ihn seine Familie volltrunken und durch die Gegend streunen. Er stand kurz davor, in eine Psychiatrie eingeliefert zu werden, denn Wahnvorstellungen und innere Stimmen trieben ihn umher. Und dann kam dieser ganz normale Gottesdienst, in der er diese eine Begegnung mit Jesus hatte - die Liebe Gottes durchströmte ihn. Oogii kam zu uns, wurde innerhalb kürzester Zeit frei und folgt seitdem Jesus kompromisslos nach ... und Nachfolge hat immer Folgen: Zeichen, Wunder, Heilungen, Totenauferweckungen ...

Video

Der Einsatz nach Manila war schon sehr lange im Voraus angekündigt, aber niemand hatte sich angemeldet. Das änderte sich schlagartig nach Burning Hearts 2018 in Lüdenscheid. Plötzlich schossen die Anmeldungen nur so rein, sodass wir sogar »Stopp« sagen mussten. Wir waren ein sehr internationales Team: neun Personen aus vier verschiedenen Nationen - plus die Filipinos.

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Wie kommt man aufs Missionsfeld?

»Wir müssen nicht mehr beten »Herr, sende mich!« - denn wir sind schon gesandt. Unser Gebet muss lauten: »Herr, wohin soll ich gehen?« Die Nationen warten auf dich! Wann gehst du?« Nachdem Walter Heidenreich bei Burning Hearts diese Frage stellt, strömten die Leute nur so zum Kreuz, um sich Gott kompromisslos zur Verfügung zu stellen, um den Missionsbefehl Jesu auszuführen: Geht hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Nationen ... (Matthäus 28,19)
Unter den 2.000 Teilnehmer waren einige ganz wild entschlossen, die sofort Nägel mit Köpfen machen wollten: »Da war so eine Kraft. Ich konnte gar nicht anders, als zum Kreuz gehen. Zurück von der Konferenz habe ich mich gefragt, wie ich denn jetzt praktisch umsetze, wozu ich Ja gesagt hatte«, erzählte Harry. Ihm stach der Manila-Einsatz ins Auge. Er klärte alles mit Familie und Arbeitgeber und erlebte ein Wunder nach dem anderen.

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Werner & Karin wussten, dass Gott sie noch in 2018 in den Nationen haben will. »Wir haben mit unseren Chefs und Kollegen gesprochen und sind quasi offene Türen eingerannt.« Eigentlich hatten beide ihren Jahresurlaub schon aufgebraucht ... aber Gott ... Die Türen gingen sperrangelweit auf. In Werners Fall schmissen Kollegen sogar Überstunden zusammen und ließen sie ihm zugutekommen.

Leos und Jana kommen aus der Tschechoslowakei und waren tief bewegt, wie stark die Kraft Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes in der Halle waren. Der Aufruf war für sie wie eine Initialzündung, denn schon längst brannte Mission in ihren Herzen ... sie wussten nur nicht, wie sie es anstellen sollten.

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Janika war sofort ergriffen von der Liebe Jesu zu den Filipinos. Eigentlich wollte sie nach dem Einsatz noch einige Monate in Manila bleiben, um Mission live zu machen. Aber es kam anders ...

Hier könnt ihr euch übrigens nochmal den Rückblick von Burning Hearts 2018 ansehen sowie einzelne Sessions auf God TV nachträglich schauen.

»Gott, was machst du mit uns?«

Das haben wir uns öfter gefragt. Gleich am ersten Abend ging's los – Einsatz vorm College. Jede Menge junge Leute:
»Ich sprach mit einer jungen Frau, die nicht sonderlich offen war. Trotzdem – Gott hatte etwas für sie und so redete ich einfach weiter. Ein junger Mann gesellte sich dazu und hörte einfach zu. Als ich über den Heiligen Geist sprach, platzte es aus ihm heraus: »Ihr kennt den Heiligen Geist?« Er hatte tausend Fragen. Es sprudelte nur so aus ihm heraus. An diesem Abend hat er den Heiligen Geist erlebt und Jesus sein Leben gegeben. Wir waren baff ... so ein Hunger nach dem Heiligen Geist. Es war so einfach, so schön, so unkompliziert, wie dieser junge Mann und andere ihr Leben Jesus gaben.« (Ilona)

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Zwei Tage später fuhren wir in die Berge zu einem Stamm, der sehr primitiv und abgeschieden lebt. Die Menschen sind arm, viele sind krank. Zwei Stunden Autofahrt, zwei Stunden Fußmarsch, der uns bergauf und bergab, durch Schlamm, über Baumstämme und durch einen reißenden Fluss führte ... und dann waren wir da. Abenteuer pur! Als wir im Dorf ankamen, begegneten uns zwei kleine Kinder. Als sie uns sahen, weinten sie und rannten weg. Noch nie zuvor hatten sie Weiße gesehen ...

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Wie im Film

»Wir hatten im Dorf so eine starke Worship-Zeit. Die Gegenwart des Heiligen Geistes kam und wir beteten für die wenigen Einwohner Amipas, die an diesem Nachmittag da waren. Was Gott hier getan hat, sieht man eigentlich nur in christlichen Dokumentar-Filmen. Der Heilige Geist berührte so gut wie alle. Ich betete für einen 40-jährigen Mann, der einen Schlaganfall hatte und seitdem halbseitig gelähmt war. Über die Jahre hatte er eine Technik entwickelt, mit der er sich schleppend am Stock fortbewegte. Neben der halbseitigen Lähmung, waren auch seine Hände und Füße stark nach innen gekrümmt. Kuya F und ich legten ihm die Hände auf – wir beteten für Heilung und für ein Wunder ... Und dann geschah das aus meiner Sicht Unmögliche: Der Mann fing an, alle Gliedmaßen wieder zu bewegen. Er bekam Kraft, konnte seinen gelähmten Arm hochheben und seine nach innen gekrümmte Hand und Fuß wieder in normale Stellung bringen. Er lief ohne Stock umher, seine Bewegungsabläufe funktionierten wieder, und er konnte sich mit einem kräftigen Händedruck verabschieden. Als ich mich auf dem Rückweg umdrehte, sah ich, dass er erstaunlich schnell lief – OHNE Stock.« (Harry)

Taube hören, Lahme gehen

Eine Woche später im Park: Wir beteten an und es schien, dass sich der Heilige Geist auf dem Platz lagerte. Die Leute waren so offen. Plötzlich rannte Harry an uns vorbei hinter einem Mann her, der am Stock ging ...
»Da war ein Mann, dessen rechter Ellbogen gebrochen und eingegipst war. Er hatte Schmerzen. Beim Beten verschwanden die, und sein Gehör wurde auch gleich geheilt. Ein anderer, älterer Mann hatte Schmerzen und Arthrose in den Knien und auch er hörte schlecht. Beim Beten gingen die Schmerzen weg und er konnte wieder gut hören. Und dann hatte ich diese eine Begegnung: Von klein auf saß die Frau im Rollstuhl. Ihre Beine waren im Verhältnis zu ihrem Körper recht klein, sehr dünn und ohne Kraft. Sie hatte noch nie auf ihren Beinen gestanden. Woran das lag? Sie wusste es nicht ... es schien mir, als wollte Jesus sie als Zeugnis für andere berühren. Ich betete mehrmals und sie stellte fest, dass sich etwas verändert hatte. »Steh doch mal aus dem Rollstuhl auf.« Erst schaute sie mich mit großen Augen an, doch dann traute sie sich. Und zum ersten Mal in ihrem Leben stand sie für 10 Sekunden auf ihren eigenen Beinen ...«

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Einsatz mit Folgen

Gott ist gut – Gott ist nur gut – Gott ist immer gut! Was sollen wir dazu sagen? Wir könnten endlos erzählen, was Gott in diesem Einsatz gemacht hat ... Das Beste aber ist, dass sechs der neun Teilnehmer konkret Schritte in die Mission bzw. mit dem Heiligen Geist in die Ernte machen:

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Während des Einsatzes waren wir auch für drei Tage in Tondo - dem am dichtest besiedelten Gebiet der Welt. Hier herrschen Armut, Krankheit und Kriminalität. Kein Ort, den man sich als Europäer unbedingt zum Leben aussuchen. »Als wir durch Tondo gelaufen sind, die Menschen und Not sahen, haben wir gespürt: das ist heiliges Land. Gott hat unsere Herzen für diesen Ort gefangen genommen und wir werden hierhin zurückkehren.« Werner & Karin bereiten sich auf ihre Ausreise nach Manila vor und erzählen überall, wohin sie gehen, was sie machen werden und warum.

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»Gleich zu Anfang des Einsatzes sagte jemand in Manila zu mir: Janika, du solltest die REVIVVAL SCHOOL machen. Nun, das hatte ich nicht geplant. Ich wollte den Einsatz und danach noch Mission live machen. Ich folgte meinem Plan, und mittendrin sagte plötzlich Gott sehr klar, dass ich nach Lüdenscheid gehen und die REVIVAL SCHOOL on the Move machen soll.« Ende Januar packte Janika in Manila ihre sieben Sachen, flog bei +25 °C los und landete Stunden später bei -5°C in Deutschland. Vom Flughafen ging's direkt auf die Wislade in Lüdenscheid ... und von hier aus geht sie Anfang Mai 2019 in die Mongolei, auf die Philippinen und in noch eine weitere Nation ...

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Leos' und Janas Ehepartner und Familien sind dick befreundet. Sie gehen in die gleiche Gemeinde, verbringen Urlaube und Freizeit zusammen und schon lange haben sie es auf dem Herzen, in die Mission zu gehen. Beide Familien nahmen an Burning Hearts 2018 in Lüdenscheid teil. Zurück in der Heimat, kündigten sie ihre Jobs und gingen mit auf Einsatz. Leider konnten nicht alle mit - Leos und Jana waren sozusagen die »Abgesandten«. In Manila wurde das Missionsfeuer in ihnen kräftig weiter geschürt und in ihnen entbrannte eine Liebe zu den Philippinen ... und jetzt suchen sie nach Möglichkeiten, gemeinsam mit ihren Familien in die Mission zu gehen. Der nächste Schritt zeichnet sich bereits ab.

Und Harry ... »Ich weiß noch nicht, welchen Weg Gott mit mir geht ... Seit diesem Einsatz ist Gott für mich lebendiger als je zuvor. Ich habe ihn als liebenden, gebenden und realen Vater erlebt. Ich spüre, dass er durch uns sein Königreich auf Erde sichtbar machen will. Ihm alleine gebührt die Ehre. Thank you. Jesus!«

Denn ich weiß genau, was ich für Gedanken über euch habe, sagt der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. (Jeremia 29,11)

Zukunft und Hoffnung?! Diese Worte waren mir völlig fremd, als ich vor vier Jahren hier nach Lüdenscheid kam.
Ich heiße Christina, bin 26 Jahren alt und in einem völlig normalen christlichen Elternhaus aufgewachsen. Die Frage ob es Gott wirklich gibt, stellte ich mir nicht, denn es war für mich selbstverständlich, dass es ihn gibt. Missionarsgeschichten begeisterten mich schon von klein auf sehr, ganz besonders die von Jim Elliot, und mit 10 Jahren war für mich klar: »Eines Tages werde ich für Gott in die Nationen gehen.«

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Wo bleibt die Freiheit?

Jedoch drängten der Alltag in der Schule und alles, was dazu gehörte, diesen Wunsch ganz schön in den Hintergrund. Als ich 16 wurde, veränderte sich unsere Jugend sehr, da wir einen neuen Leiter bekamen, der davon überzeugt war, dass es richtig sei, dass Frauen in der Gemeinde schweigen und sich darauf konzentrieren sollten, gute Ehefrauen zu sein oder zu werden. Immer mehr fühlte ich mich in meiner Freiheit begrenzt und eingeengt, sodass sich in meinem Herzen mehr und mehr Rebellion ausbreitete, die sich gegen alles, was mit Gemeinde und Kirche zu tun hatte, richtete!
Auch in der Schule fing ich an, meiner Rebellion Ausdruck zu verleihen. Ich merkte dabei nicht, wie sehr sich mein Herz für Jesus verschloss und dass ich mich dadurch von ihm entfernte.

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Ein Schock des Lebens

2011 (ich war 19) erfuhr ich von meinem Vater völlig unerwartet, dass meine Mutter einen Gehirntumor hat und die Ärzte ihr noch höchste fünf Monate zu leben gaben. Diese Nachricht traf mich sehr und ich weiß heute noch ganz genau, dass dies der Moment war, in dem ich zu Gott sagte: »Gott, ich brauche dich nicht mehr, du hilfst mir nicht und jetzt nimmst du mir auch noch die Menschen, die ich liebe!« Ich entschied mich von dem Moment an, meinen eigenen Weg zu gehen. Es dauerte nicht lang und ich begann auf Partys meinen ganzen Frust und meine Enttäuschung rauszulassen und dachte: »Endlich bin ich frei!«

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Der Weg bergab

Nach einigen Monaten wurden mir die Partys zu langweilig und ich suchte nach mehr. So stieß ich auf Marihuana, Extasy und andere chemische Drogen. Aus einem einmal wöchentlichen Spaß, der die Partys verschönerte, wurde schnell ein unverzichtbares Mittel, das nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken war. Ich verlor meine Ausbildung, weil ich einfach nicht mehr auftauchte und meine Eltern warfen mich raus, weil sie bemerkten, dass ich ihnen immer wieder Geld klaute. Nach und nach verlor ich alles, was mir eigentlich wichtig war.
Ich merkte nicht, was alles passierte und dass ich mich in einem Teufelskreis befand, aus dem ich alleine nicht wieder rauskam. In meiner Welt glaubte ich immer noch, alles im Griff zu haben! Ich rutschte immer weiter in die Drogenszene ab und lernte immer mehr Leute kennen, die sich in dieser Szene bewegten. Ständig war ich unter Mesnchen, denn ich hielt es nicht eine Minute alleine mit meinen Gedanken aus. Jedes Mal, wenn ich alleine war, realisierte ich, dass ich alle meine Vorsätze und Ziele in nur drei Jahren weggeschmissen hatte und jetzt vor dem Nichts stand!

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Die Entscheidung

Wie jeden Morgen traf ich mich mit meiner Freundin, um die Drogen zu kaufen, die wir für den Tag brauchten. Plötzlich auf dem Weg dorthin, hatte ich einen Gedanken, der mir klar machte, wo ich eigentlich stand: »Wenn du heute nicht aufhörst und dein Leben nicht änderst, wirst du mit 30 Jahren immer noch hier sitzen, mit denselben Leuten und dasselbe tun.«
Heute weiß ich, dass es der Heilige Geist war, aber damals war ich einfach nur geschockt von der Vorstellung, mit 30 Jahren immer noch in diesem Zustand zu sein. Ich wusste, ich muss was tun ... und zwar jetzt, denn mit 30 wollte ich woanders stehen als mit beiden Beinen im Drogensumpf.

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Alles neu

Ich entschied mich, eine christliche Reha zu machen und so kam ich vor vier Jahren nach Lüdenscheid ins Haus Wiedenhof. Alles in meinem Leben wurde komplett neu! Gott schenkte mir ein neues Leben und er zeigte mir, dass es wahr ist, dass er für jeden eine Hoffnung und eine gute Zukunft hat.
Ich erlebte seine Vergebung auf eine Art und Weise, wie ich sie zuvor noch nie erlebt hatte. Aber was das Größte für mich war: dass ich den Heiligen Geist kennen lernte und er mir Vision für mein Leben gab. Ich merkte mehr und mehr, wie sich ganz neu eine Liebe für die Nationen in mir breit machte, die mich ein Jahr später auf die Revival School brachte.

Christina 04

Die Nationen warten!

Gott versorgte mich übernatürlich mit allem, was ich brauchte. Nicht nur in Lüdenscheid – ich konnte sogar einen Einsatz nach Manila machen, was für mich eines der größten Wunder war. Zwei Jahre zuvor hatte ich nichts und mein Leben war total kaputt ... und jetzt erlebte ich, dass für Gott nichts unmöglich ist!
Auf diesem Einsatz zeigte mir Gott, dass er mich wirklich in die Mission schicken will und dass ich nicht zum letzten Mal in den Nationen sein würde. Ich erlebte seine Führung in jeder Situation, und alles, wovon ich als Kind geträumt hatte, ließ er wieder aufleben und stückweit Wirklichkeit werden. Gleich im nächsten Jahr ging’s nämlich weiter. Gott schickte mich auf die Revival School on the move, wo ich ein halbes Jahr in den Nationen war (Mongolei, China, Philippinen) und dort gab er mir mehr und mehr Vision für mein Leben.

Christina 03

Gottes Liebe überwältigt mich einfach und zeigt mir, dass er wirklich ALLES neu gemacht hat. Er zeigte mir, dass seine Wege und Pläne besser sind als meine! Er hat mich berufen, in Nationen zu gehen ... und ich werde gehen.
Christina
Wir stehen vor einer neuen Runde Vision for Mission in 2019 und freuen uns total darauf, Menschen willkommen zu heißen, die mehr über Mission erfahren möchten. Du hast gar keine Ahnung, was es heißt, in Mission zu gehen? Dann komm ...
Aber vielleicht willst du erste Schritte aufs Missionfeld und einen Einsatz mit uns machen. Dann musst du sogar kommen, denn bei Vision for Mission bereiten wir dich auf das vor, was dich in den Nationen erwartet.

Diese Wochenenden sind so kostbar und lebenserändernd. Klickt mal auf die Vision for Mission-Seite und schaut euch den Zeugnis-Clip an, den wir dort veröffentlicht haben. Eine starke Story!

Ein neues Bild

Anna ist häufig mit einem Blog-Beitrag auf dieser Seite vertreten. Aus gutem Grund, denn Gott zeigt ihr Dinge und die teilt sie sehr gerne mit. ... »Gott hat mir ganz neu gezeigt, was Mission heißt ...« Sie hat ein dazu ein Bild gemalt, ein Gedicht geschrieben und wir haben einen Clip daraus gemacht - schaut mal ...

Video


Gedicht

Lass uns laufen
Über das Wasser in das Ungewisse,
bis an die Enden der Erde
folgt sie IHM.

Wo immer ER hingeht, sie wird folgen,
um IHM nahe zu sein
und bei IHM zu sein.

Er läuft von Stadt zu Stadt,
von Land zu Land,
von Nation zu Nation - sie folgt.

Denn ohne IHN will sie nicht sein,
ohne IHN kann sie nicht sein.
Schneller, immer schneller läuft sie,
um IHN zu ergreifen.

Was er will - will sie auch.
Nationen zum Vater zu bringen,
ist ihr Herzensschrei.

Darum läuft sie schneller und schneller
und hinterlässt Spuren seiner Liebe,
denn von Liebe ist sie getrieben.

Sie hat Sehnsucht nach IHM,
hört nicht auf zu laufen.
by Anna Renner
Da gehst du zu einer Konferenz, weil dich das Thema oder bestimmte Sprecher interessieren, willst vielleicht auch was erleben ... und plötzlich spricht Gott zu dir: »Geh in dies oder das Land!« Ihr glaubt ja gar nicht, wie viele genau das erleben - aber was macht man dann damit? Kürzlich hat uns jemand seine Story geschickt (die bis in die 90er zurückgeht) und eine Ermutigung für jeden ist, der missionstechnisch unterwegs ist und scheinbar kein Land sieht. Aber wenn Gott spricht, dann hat er einen Weg ...

China 15

GET READY

»1996 war ich eine von tausenden Teilnehmern der GET READY-Konferenz in der Schweiz. Damals gab es einen Aufruf, in verschiedene Länder zu gehen. Ich hatte vorher noch nie etwas mit Mission oder fremden Nationen zu tun gehabt, daher dachte ich, dass es mich nicht betrifft. Ich saß mit offenem Herzen inmitten der Konferenz und hörte, wie ein Land nach dem anderen aufgerufen wurde. In mir regte sich nichts ... bis jemand sagte: »China!« Sofort bebte es in mir. Damals predigte Dennis Balcombe und riet uns: »Wenn ihr ein Land gehört habt, aber nicht gehen könnt, weil eure Umstände es derzeit nicht erlauben, dann fangt an, euch mit dem Land zu beschäftigen und dafür zu beten. Schmeißt nicht einfach alles über Bord, was ihr gerade macht. Brecht eure Ausbildung nicht ab oder verleugnet eure Begabungen, sondern seid treu und geht Schritt für Schritt auf die Nation zu.«

China 05

Göttliches BWL

»Damals studierte ich gerade BWL, und so entschied ich mich bewusst, nicht plötzlich Missionarin und Sozialarbeiterin zu werden, sondern richtete meine BWL-Ausbildung auf China aus (Management in Asien). Von Gott wunderbar geführt bekam ich nach meinem Studium die Möglichkeit, in Chinas Bankensystem zu promovieren und war dann drei Jahre für Ostasienkunde Lehrbeauftragte an der Uni. Ich war in dieser Zeit zweimal für Studienzwecke in China und gab Gott am Flughafen in Peking mein Versprechen, dass ich meine Berufung ernstnehmen und wiederkommen würde.«

China 03

Von geschlossen ...

»Doch dann musste ich in meinem Leben einige Herausforderungen meistern und mein China-Traum, meine Vision wurden zugeschüttet. Über einige Jahre erlebte ich Zerbruch, Krisen, Ablehnung, aber auch Führung, Heilung, Charakterbildung, göttliche Versorgung. Ich sammelte viel Berufserfahrung in allen möglichen Bereichen. Ich lernte aber auch auf den Heiligen Geist zu hören und ihm zu vertrauen und erlebte, dass er mir immer wieder Kraft und Trost gibt. China war zwar immer noch in meinem Herzen, aber es fühlte sich so an, als ob sich die Tür geschlossen hätte.«

China 17

... und offenen Türen

»Anfang 2017 war ich an einem persönlichen Tiefpunkt und gerade da erinnerte mich Gott an meinen einstigen China-Traum. Ich erwachte wie aus einer Lähmung und begann mich zu orientieren, wo ich einen Job mit China-Bezug bekommen könnte. Ziemlich chancenlos, wenn man keine konkrete Berufserfahrung in China hat. Nach kurzer Zeit stieß ich auf eine Stellenausschreibung der GIZ in Peking. Meine Bewerbung wurde akzeptiert – es war als ob Gott mich da persönlich reingeschoben und mir Gunst gegeben hat ... und bereits wenige Monate später trat ich meine neue Stelle an. Ich glaube, dass Gott einen Auftrag für mich hat ...«

China 16

Saat und Ernte

»Für mich ist das Ganze ein Wunder und ich kann es noch immer nicht fassen. In Peking war ich in einem internationalen Gottesdienst und hatte den Impuls, euch dieses Geld als »Erstlingsgabe« zu spenden, weil ihr damals den Samen gesät habt. Ich danke euch allen! Der Same ist 21 Jahre später aufgegangen ... hat lange gedauert, aber ich glaube, der Weg meines Lebens gehörte als Vorbereitung dazu!«
Mit Jesus will ich weiter laufen ... über meine persönlichen Grenzen, über Landesgrenzen hinaus ...
Nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester, fragte ich Gott, wie es weitergeht mit meinem Leben. Schon lange hatte ich eine Liebe zu Indien und den Eindruck, nach meiner Ausbildung einen Einsatz dort zu machen. Vorher wollte ich aber noch drei Monate mit HELP in Manila unter Kindern arbeiten, denn meine Vision ist, in Indien Straßenkindern zu dienen. So plante ich drei Monate Manila und direkt im Anschluss drei Wochen Indieneinsatz.

Lass uns laufen 04

Überraschung

Im Father’s House in Manila lernte ich viele Dinge über Mission und suchte Gott auch für weitere Wegweisung nach dieser Zeit. Völlig unerwartet redet er zu mir darüber, dass die Philippinen mein neues Zuhause sein werden. Ich war völlig überrascht und fragte Gott immer wieder, ob er meinte, ich solle in Manila für längere Zeit leben. Immer wieder, wenn ich ihn fragte, hatte ich Frieden in mir. Ich bat Gott um Bestätigung durch andere Menschen für diesen folgenreichen Schritt. Zwei Tage später fragten mich die Leiter des Father’s House, ob ich Mitarbeiter werden wolle. Ich sehe darin die Bestätigung, um die ich Gott gebeten hatte.

Indien ist nach wie vor auf meinem Herzen, aber scheinbar sind Gottes Wege mit mir anders ...

Lass uns laufen 05  Lass uns laufen 08

Auf dem Wasser gehen

Zurück in Deutschland vermisse ich die Philippinen sehr und weiß, dass es das Land ist, in das Gott mich für die nächste Zeit gerufen hat. Nun bereite ich mich darauf vor zu gehen – immer Jesus hinterher über das Wasser. Ich darf lernen, Dinge, Freundschaften, Familie loszulassen und mich ganz abhängig von ihm zu machen. Während eines Gottesdienstes schenkte Gott mir ein ganz neues Bild von Mission. Mission bedeutet, voll Sehnsucht ihm hinterherzulaufen in das Erntefeld der Nationen.

Lass uns laufen 03

Bild und Gedicht

Zu dem Bild habe ich auch ein Gedicht geschrieben:

Lass uns laufen
Über das Wasser in das Ungewisse,
bis an die Enden der Erde,
folgt sie IHM.

Wo immer ER hingeht, sie wird folgen,
um IHM nahe zu sein,
um bei IHM zu sein.

ER läuft von Stadt zu Stadt,
von Land zu Land,
von Nation zu Nation - sie folgt.

Denn ohne IHN kann sie nicht sein,
ohne IHN will sie nicht sein.
Schneller, immer schneller läuft sie,
um IHN zu ergreifen.

Was ER will, will sie auch
Nationen zum Vater zu bringen
ist ihr Herzensschrei.

Darum läuft sie schneller, immer schneller
und hinterlässt Spuren seiner Liebe,
denn von Liebe ist sie getrieben.

Sie hat Sehnsucht nach IHM,
hört nicht auf zu laufen.
Anna Renner

Lass uns laufen 06
Ich heiße Salome und dies ist meine Geschichte ... Noch bevor ich ein Jahr alt war, saß ich schon im ersten Flieger, und zwar hieß es ab in die Mongolei für einen dreimonatigen Einsatz.

Sag niemals nie 04 

Ein Land, was zu der Zeit unterentwickelt war, hygienisch wohl eher grenzwertig und für ein Kleinkind nicht ungefährlich. Wer hätte jedoch gedacht, dass nur zwei Jahre später meine Eltern und ich wieder im Flieger sitzen würden und zwar mit einem One-Way-Ticket in die Mongolei? Im Winter, bei -43°C kommen wir 1998 in der Ulan Bator (Hauptstadt der Mongolei) an. Ich hatte das Privileg, als Missionarskind in der Mongolei aufzuwachsen.

Sag niemals nie 08

»Herr, hier bin ich, sende mich!«

Schon als Kind entschied ich mich, Jesus nachzufolgen und ließ mich mit 6 Jahren taufen. Für mich war klar: Auch ich werde eines Tages in die Mission gehen! Ein normales Leben, im Sinne von heiraten, Haus kaufen und Kinder haben, kam für mich nicht in Frage. So fragte ich Gott immer wieder: »Gott, warum muss ich zur Schule gehen?« Ich hatte nämlich eine Geschichte von einem Mann gehört, der mächtig von Gott gebraucht wurde, ohne Schreiben und Lesen zu können. Somit war ich überzeugt, Gott könnte auch mich ohne schulische Ausbildung gebrauchen. Ich bin heute immer noch überzeugt, dass Gott nicht abhängig ist von unseren Fähigkeiten und unserem Können ... Halleluja!

Sag niemals nie 05

Dieses Gefühl, ewig warten zu müssen, obwohl tief in mir der Wunsch war, in die Mission zu gehen und Gott zu dienen, ließ mich teilweise verzweifeln. Ich war entschieden, Jesus nachzufolgen, aber speziell in meinen Teenie-Jahren geriet dies immer wieder ins Wanken. Irgendwie wollte ich Jesus nachfolgen, aber mir schien, dass die Welt mehr Abenteuer zu bieten hätte.

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Jesus oder die Welt?

Nach meinem High-School-Abschluss in der Mongolei, ging ich in die Schweiz, um dort mein Abi nachzuholen. So zog ich mit 16 Jahren, ohne meine Eltern und meine jüngere Schwester, in die Schweiz. Ein komplett neuer Lebensabschnitt fing an – neue Freunde, neue Kultur, neues Schulsystem. Ich fühlte mich, obwohl ich Schweizerin war, wie ein Ausländer im eigenen Land. Immer mehr fühlte ich mich alleine, verzweifelt, hoffnungslos und ohne Ziel. Wo war Gott in alldem? Hatte auch er mich verlassen?

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Ich fing mich an zu fragen, ob es Gott wirklich gibt. Oder war es doch nur eine nette Geschichte, die mir meine Eltern erzählt hatten? Ich war hin und her gerissen, denn ich hatte Gottes Stimme doch schon als Kind gehört und doch stand ich nun vor der Entscheidung: Jesus oder die Welt? Wie sollte ich wissen, dass Jesus wirklich lebt und er der einzig wahre Gott ist, wenn ich noch nie was anderes ausprobiert hatte. Ich fing an, meinen eigenen Weg zu gehen, trank Alkohol, rauchte und war mit Freunden auf Partys unterwegs. In mir entstand eine immer größere Leere. Ich probierte sie immer mehr zu füllen, aber Tatsache war, mir ging es immer schlechter. Ich war komplett hoffnungs- und perspektivlos, aber ich wollte nicht nur, weil es mir schlecht ging, mich wieder für Jesus entscheiden. Nein, es konnte nicht mehr so weiter gehen! Ich konnte nicht mit einem Fuß in der Welt sein und mit dem anderen bei Jesus.

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Ich entschied mich, dass ich mit dem Glauben an Jesus nichts mehr zu tun haben wollte ... so dachte ich zumindest. Ich entschloss mich nach Weihnachten (2013) meinen Eltern meinen Entschluss mitzuteilen, denn ich wollte ja nicht die schöne Weihnachtszeit ruinieren. Doch soweit kam es nie, denn Gott begegnete mir und schenkte mir echtes neues Leben. Leben, das nur er geben kann. Leben, das von innen herauskommt.
Nachdem ich während der Anbetungszeit im Weihnachtsgottesdienst so einen tiefen Frieden erlebt hatte, wusste ich einfach, dass es Gott gibt und dass er kein Märchen ist. Mir fielen es wie Schuppen von den Augen: Auf einmal war es mir so klar – ich will Jesus nachfolgen und zwar radikal, ohne Kompromiss!

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»Sag niemals nie!«

Ein Jahr später kam ich nach Lüdenscheid auf die Revival School. Geplant war für drei Monate zu kommen, daraus wurden jedoch 2 Jahre. Während der Zeit auf der Revival School fing Gott wieder an, über Nationen und Mission zu reden. An einem gewissen Punkt fragte mich der Heilige Geist: »Salome, glaubst du wirklich, dass ich dich berufen habe, in die Nationen zu gehen? Oder träumst du nur vor dich hin?« In Wahrheit musste ich mir eingestehen, dass ich eigentlich keinen Glauben hatte und dass für mich Mission so weit weg schien, wie die Sonne von der Erde. Ich hatte das Gefühl, niemals dorthin zu kommen. Ich sagte das Gott genau so und durfte erleben, wie er mich veränderte, sodass ich heute voller Glauben sagen kann: »Ich weiß, dass Gott mich berufen hat in die Nationen zu gehen. Ein Hoffnungsträger zu sein, wo keine Hoffnung ist. Licht in die finstersten Orte der Welt zu bringen.«

Ja, dazu bin nicht nur ich berufen, sondern auch Du. Wir sind berufen bis an die Enden der Erde zu gehen, Licht zu sein, wo kein Licht ist, die Hände und Füße Jesus zu sein für eine verlorene und zerbrochene Welt!

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Während der Zeit auf der Revival School sprach Gott über Thailand zu mir – ein Land, wo ich nie hingehen wollte. Gott schenkte mir eine Liebe und ein Herz für die Thais. Momentan bin ich jedoch noch in Deutschland und bin gerade im ersten Semester meines Studiums für Soziale Arbeit. Man sollte niemals nie sagen, denn Studieren war definitiv nicht auf meiner To-Do-Liste. Aber wenn Gott ruft, dann wirft er so manchmal unsere Vorstellungen und Pläne über Bord. Mein Fokus bleibt jedoch Thailand und alles, was ich jetzt erlebe, sehe ich als Vorbereitungszeit.
     
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