Echte Mission findet im Alltag statt, nicht nur bei Veranstaltungen. Deshalb sind wir auch in unserer Wohngegend mit den Menschen im Gespräch: beim Einkaufen, im Restaurant oder am Ticketschalter der U-Bahn. Überall lassen sich Menschen von Gott berühren. Nicht immer erfahren wir, welchen Einfluss diese Begegnungen auf die Leute haben.

Kennen Sie mich noch?

Heute war ich auf dem Weg nach Hause von einem sehr trockenen Bibelabend im McDonalds. Ich dachte gerade darüber nach, wie die Leute dort wohl mehr im Heiligen Geist durchbrechen könnten, da drehte sich die Frau vor mir um: »Kennen Sie mich noch? Sie haben früher hier in der Straße die Leute im Altersheim besucht. Mein Vater ist durch Sie Christ geworden. Er ist gestorben, aber unsere ganze Familie ist jetzt gläubig. Wir hatten durch entfernte Verwandte schon mal von Jesus gehört, aber erst durch unseren Vater haben wir uns für den Glauben geöffnet.«

Unerwartete Frucht 03

Unerwartete Frucht

Wie freundlich von Gott, mir zu begegnen, als ich entmutigt war und mir diese Frucht zu zeigen! Die Begegnung mit dem Vater der Dame war mir damals nicht sehr tiefgehend vorgekommen. Auch da hatte ich mich gefragt, wie mehr Leben in diese Besuche im Altersheim kommen könnte. Gott selbst lässt den Samen wachsen und aufgehen. So kriegt er alle Ehre!
Es gibt wieder Neuigkeiten von unserer Hopeteam-Bibelgruppe und dem McDonald's. Diese Gruppe ist wie ein Lichtstrahl Gottes an einem öffentlichen Ort ... und was sie machen, hat gravierende Auswirkungen. Es ist einfach zu gut ...

Da wagt sich keiner zu klauen ...

Die McDonald’s-Gruppe wächst immer weiter. Das ist auch dem Manager aufgefallen und so schlug er uns vor, die Gruppe zu teilen und statt an nur einem Abend, an zwei Abenden Treffen zu haben. Er hat allen Grund uns zu ermutigen, dass sich das Hopeteam & Co. in seinem Restaurant trifft: In der Vergangenheit wurde so viel geklaut, dass er ständig die Polizei rufen musste. Handys, Portemonnaies und Küchenutensilien verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Seitdem unsere Bibelgruppe sich dort trifft, haben sich die Diebstähle buchstäblich im Nichts aufgelöst. Zwar kommt immer noch ein bekannter, notorischer Taschendieb, aber er wagt es ganz einfach nicht mehr, etwas im Restaurant mitgehen zu lassen.

Da klaut keiner 04

... Fortsetzung folgt

Der McDonald’s hat einen riesigen Bildschirm, über den laute Musikvideos den ganzen Tag laufen. Vor kurzem ist der Bildschirm kaputt gegangen und jemand aus unserm Hopeteam hörte, wie der Manager zu seinen Angestellten sagte: »Repariert ihn nicht. Das ist viel zu laut für die Bibelgruppe.« ...
Ach und noch etwas ... Der Mann mit den Schlafstörungen schlief über eine ganze Zeit viel besser – und jetzt möchte er bei jedem Treffen, dass jemand für ihn betet ...
Zu uns kommen viele Kranke – teilweise auch Schwerstkranke. Sie leben auf der Straße, hören von uns und kommen, um zu fragen, ob wir ihnen helfen können. Natürlich beten wir jedes Mal zuerst und erzählen ihnen von Jesus. Und wir haben schon echte Wunder erlebt ... Im Augenblick hat einer unserer Freunde einen Tumor und bekommt ärztliche Versorgung. Weil er aufgrund seiner Erkrankung arbeitsunfähig ist, wollte er einen Antrag auf Grundversorgung stellen. Das ist möglich, aber an eine Voraussetzung geknüpft: Man muss alle nötigen Unterlagen beibringen und den Antrag an der richtigen Stelle einreichen ... ansonsten läuft hier gar nichts. Also bin ich mit ihm in seinen Heimatort gefahren, um ihn bei den Formalitäten zu unterstützen ...

Das kann keiner 03

Um alle Papiere vorzulegen, musste unser Freund seine Exfrau bitten, ihm das Stammbuch zu bringen. Als sie noch verheiratet waren, war ihr Mann spielsüchtig und hat viel Not über die Familie gebracht. Bei der Begegnung im Amt hat sie nix mit ihm geredet. Aber ich hab sie angesprochen und konnte das Eis brechen. Ich konnte sogar für sie beten. Abends kam sie mit ihrer Schwester und Schwägerin zum Hotel. Sie kamen, um den neuen Mann zu sehen, mit dem sie einmal verheiratet war und der nun nicht mehr spielsüchtig, sondern Christ ist. Bei dieser Begegnung gab es kaum Worte, alle haben geweint, ihre Herzen geöffnet und ich hab Gott gedankt. Sowas kann sonst einfach keiner!
Wir haben ein Hopeteam! Und wenn man unser Hopeteam anschaut, dann denkt man vielleicht, dass sie am wenigsten geeignet sind, um Hoffnung zu bringen: Es sind Obdachlose ... aber ganz besondere Obdachlose. Sie lieben Jesus, leben mit ihm auf der Straße und erzählen anderen Obdachlosen von ihm. Zwei aus unserem Hopeteam haben eine ganz besondere Mission: Sie haben eine Bibelgruppe gegründet und treffen sich einmal wöchentlich mit anderen Obdachlosen bei McDonald's ...

Mc Donalds 03

Laut und lauter

Heute war ich mal mit bei der Bibelgruppe unseres Hopeteams im McDonald's. Jede Woche hört sich die Gruppe eine Passage aus der Bibel an. Die Lautsprecher werden so richtig laut aufgedreht, damit auch alle in der Gruppe alles gut hören ... und davon haben dann auch alle anderen Gäste bei McDonald's etwas. Mit mir und zwei Neuzugängen, saßen wir zu neunt um einen Tisch und hörten uns den für diese Woche geplanten Text an. Ich war mir nicht so ganz sicher, ob sich die Gruppe für die Gegenwart Gottes an einem so öffentlichen Ort überhaupt öffnen würde, aber als wir zur Speisung der 4000 kamen, hörten alle gespannt und aufmerksam zu. Direkt im Anschluss habe ich kurz gepredigt, die Botschaft des Evangeliums und die Kraft des Kreuzes erklärt – besonders für unsere Neuen.

Mc Donalds 04

Mit eigenen Augen

Es traf sie mitten ins Herz. Ein Mann, der unter Schlafstörungen litt, ließ für sich beten. Dann sagte eine der Frauen, dass sie gerne Jesus in ihr Leben einladen wolle. Der Heilige Geist war ganz stark da. Ich hatte den Eindruck, dass ich einen Dämon austreiben solle – die Frau rülpste und hustete daraufhin sehr stark. Die anderen, die gerade eben die Wundergeschichte von der Essensvermehrung gehört hatten, konnten nun ein Wunder der Befreiung mit eigenen Augen sehen ... Und all das mitten in einen überfüllten McDonald's in China.
Ein riesiges Land - 1,5 Mrd. Menschen, Tendenz steigend - viel Not ... und dann gibt es da immer den Einzelnen. Das Land im Reich der Mitte ist immer für eine Überraschung gut ...

Offene Tuer 03

Ohne Ticket

»Ich will mir nur die Hände waschen!« Der Mann Anfang 30 baute sich mit provozierender Sturheit vor mir auf. Nur einen Schritt hinter ihm kam die Helferin, die für den Eingang zuständig war und bedeutete mir: »Er hat kein Ticket!« In dem überfüllten Raum, in dem mehr als sechzig Männer warme Kleidung, eine Dusche und eine leichte Mahlzeit bekamen, besetzte er nun einen der kostbaren Sitzplätze. Ich beschloss, mich dringenderen Dingen zu widmen und ihn in Ruhe zu lassen. Als mehr Ruhe eingekehrt und die meisten Gäste gegangen waren, setzte ich mich neben den rauhen Kerl und unterhielt mich mit ihm. Erst nach einem Augenblick realisierte ich, dass dies der starrköpfige Mann ohne Ticket war. Im Gespräch erfuhr ich, dass er ein kleines Business hat, einen Ort zum Wohnen und keinerlei Interesse an den praktischen Hilfsangeboten in unserem Center. Ein Mann am falschen Ort – oder doch nicht?

Offene Tuer 04

Vaterlos

»Ich bin auch Christ. Ich gehe zur Kirche in ...« Während er weiter redete, sah ich ein Wort in meinem Geist: vaterlos. Ich sprach ihm zu: »Gott weiß, dass du deinen Vater früh verloren hast. Er ist hier, um dich zu trösten und dir mit seiner Vaterliebe zu begegnen.« Während ich weiter prophetisch Gottes Vaterliebe über ihm aussprach, fing der junge Mann an zu weinen, legte den Kopf auf den Tisch und barg sein Gesicht in den Händen. Nachdem ich für ihn gebetet hatte, lud ich ihn ein, sein Leben Jesus zu geben. Er sprach mir ein Gebet der Buße und Hingabe an seinen Erlöser nach. Tief berührt öffnete er sich danach und erzählte von seinem Leben als Waise. Als er ging, musste ich daran denken, dass ich ihn beinahe rausgeschmissen hätte ... Aber Gott hatte die Tür weit für ihn geöffnet!
     
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