Die Leute von der Sraße kommen in unser Obdachlosentreff zum Duschen und Essen. Saubere Kleidung und ein Haarschnitt werden dankbar angenommen. Oft begegnet Gott den Bedürftigen auf besondere Weise und zeigt damit uns allen mehr von seinem Wesen. In anderen Situationen sind wir mit Nöten konfrontiert, für die wir menschlich keine Antwort haben. Dann ist es gut zu wissen, dass Gott auch hier derselbe ist, treu, liebend und voller Kraft!

Hoehen Tiefen 03

Gott spricht mit mir

Neulich wollte einer unserer Gäste im Obdachlosentreff mir etwas Wichtiges erzählen. Er suchte uns eine ruhige Ecke, um sicherzustellen, dass ich ihm angemessen konzentriert zuhören konnte:
»Als ich mich entschieden hab, Jesus zu folgen, hast du mir gesagt: ›Jesus wird mit dir reden. Du kannst seine Stimme hören.‹ Und das wollte ich auch. Aber das ist ganz lange nicht passiert. Gestern war ich zu Hause beim Abwaschen.« Oh, dachte ich, er hat einen Ort zum Wohnen, wo er sogar kochen kann! Super! »Plötzlich hab ich ein helles Licht gesehen, das auf mich zukam. Und dann sagte eine Stimme zwei Sachen: ›Früher hast du auf andere Leute gehört. Ab jetzt wirst du auf mich hören.‹ Ich weiss, das war Jesus!«
Der alte Mann strahlte mich voller Freude und Staunen an, noch ganz überwältigt von der Tatsache, dass der lebendige Gott mit ihm gesprochen hatte. Falls ich Zweifel an der Geschichte gehabt hätte, wären sie von diesem Gesichtsausdruck weggewischt worden. Gemeinsam lasen wir einige Schriftstellen, die bestätigten, dass Gottes Herz mit seiner Offenbarung übereinstimmte. Aber es war gar nicht der Inhalt der Vision, der ihn beschäftigte. Die Begegnung selbst beeindruckte ihn viel mehr: »Gott sieht mich! Er redet mit mir!« wiederholte er immer wieder ... Was für einem liebenden Gott dürfen wir dienen!

Hoehen Tiefen 04

Umgehauen

Ich hing noch dieser Begegnung nach, als eine Stunde später alle Gäste gegangen waren und wir den Raum saubermachten. Einer kam zurückgerannt: »Ein Unfall! Schnell, kommt helfen!« Ich wappnete mich für Furchtbares, aber als ich ganz in der Nähe den Mann sah – ebenfalls ein Gast von uns – stand er schon wieder aufrecht an ein Geländer gelehnt, sehr bleich im Gesicht. »Was ist passiert?« Er war von einem Fahrrad umgeworfen worden, gleich wieder aufgestanden und hatte den Unfallfahrer weggeschickt, weil ihm anscheinend nichts fehlte. Nach ein paar Minuten wich der Schock und starker Schmerz durchzog seine Hüfte: Er konnte nicht auftreten. Sein Freund und ich brachten ihn ins Krankenhaus.

Hoehen Tiefen 05

Die einzige Hoffnung

»Komplizierter Bruch des Hüftgelenkes. Das muss wohl durch ein künstliches ersetzt werden.« Vom Röntgenbild sah der Arzt auf die gelbe Gesichtshaut des Patienten. »Sie müssen aber erstmal auf andere Krankheiten untersucht werden. Das könnte Hepatitis sein.« Ein paar Fragen und es war klar, dass der Verletzte keine Versicherung oder andere Einkünfte hatte. »Nur die OP kostet schon mindestens 80.000 RMB (ca. € 10.000).« Der herbeigerufene Polizist machte uns keine Hoffnung, den Fahrradfahrer finden zu können. Alleingelassen in der hektischen Notaufnahme beteten wir. Ich konnte nichts anderes für ihn tun. Die nötige Hilfe war jenseits meiner Möglichkeiten. Freundlicherweise wurde dem Mann erlaubt, diese Nacht auf der Trage liegen zu bleiben. So ließ ich ihn mit seinem Freund dort zurück. Auf dem Weg nach Hause hatte ich ein schweres Herz. Dann erinnerte Gott mich daran, dass er derselbe ist für diesen Mann wie für den anderen, der seine Stimme gehört hatte. »Ich überlasse ihn dir!« betete ich – und warf meine Hoffnung auf den Gott der Liebe.
Unser Alltag besteht aus vielen Begegnungen mit Menschen ganz unterschiedlicher sozialer Hintergründe. Das eröffnet uns ganz verschiedene Möglichkeiten, sie bei ganz normalen Gelegenheiten mit Gott bekannt zu machen. Wir leben in der Nähe eines Parks, in dem viele Chinesen gerne ihre Freizeit verbringen. Ältere Leute treffen ihre Freunde, unterhalten sich, singen zusammen oder treiben Sport. Neulich hatte ich Gelegenheit, bei einem Spaziergang dort über Jesus zu reden ...

Was wirklich wichtig ist

»Wie soll das Begräbnis sein: sich hier einäschern lassen oder im Sarg eine Bestattung im Heimatdorf?« Obwohl die Gruppe von Frauen sich im Shanghai-Dialekt unterhielt, konnte ich verstehen, worum es ging. Ich verstehe eigentlich kein Shanghainesisch. Ich konnte einfach nicht weggehen und umkreiste die Gruppe Frauen zweimal! Wieviel wichtiger als der Körper ist die Seele! Schließlich sprach ich sie an. Die Damen waren sehr erfreut über den Themenwechsel und ließen sich gerne auf ein Gespräch mit mir ein.

Alltagsgeschichten 06

Eine der Frauen hatte Krebs und war sehr hoffnungslos. Sie hatte auch noch ihre schwerkranke Mutter zu versorgen und war sehr müde. Eine andere Frau hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie so selten zur Kirche gegangen war in der letzten Zeit. Ich war berührt von der großen Offenheit der Frauen und konnte in ihre Situation hineinsprechen.
Eine Christin machte eine neue Hingabe an Jesus, mit zwei Frauen konnten wir beten. Die vierte Frau machte eine klare Aussage: »Ich glaube an Buddha.« Sie bestärkte das dann noch mit einem Ritual, bei dem sie in der Nähe der Gruppe laut meditative Töne ausstieß. So wurden die Herzen offenbar, als wir über das Reich Gottes redeten.

Alltagsgeschichten 05

Die Liebe Gottes berührt

Ein Mann auf der Parkbank versuchte durch Yoga-Übungen seinen inneren Frieden wiederzubekommen. Er sagte, er glaube an Buddha. Als ich ihm erzählte, dass Jesus der einzige Gott ist, der uns so liebt, dass er sogar sein Leben für uns gegeben hat, wurde der Mann still. Ihm gingen die Argumente aus. Die Liebe Jesu berührte sein Herz, nicht seinen Verstand.

Alltagsgeschichten 03

Dem lebendigen Gott dienen

Unser Obdachlosentreff in der Innenstadt platzt aus allen Nähten. Ich krieg es einfach nicht übers Herz, wirklich bedürftige Leute wegzuschicken und auf einen anderen Tag zu vertrösten. Wir können eigentlich nur 40 Leute bewältigen, neulich waren es 50. Es wird kalt, und unsere Mitarbeiter, die teilweise selbst noch auf der Straße sind, verteilen fröhlich Decken, warme Jacken, Zahnbürsten und dampfendes Essen.
Henry, ein Helfer, hat seinen Freund mitgebracht, der sich vor kurzem bekehrt hat. Jetzt liest Henry ihm jeden Tag aus der Bibel vor, weil sein Freund nicht lesen kann. Er hat ihm erklärt, dass er selbst zu Jesus beten und so beginnen soll, Jesus kennenzulernen. Als wir ihm nach der Veranstaltung in kleiner Runde vom Sprachengebet erzählten, sagte er: »Ach jetzt verstehe ich, warum ich oft so unverständliche Worte sage, wenn ich mit Gott spreche!«

Alltagsgeschichten 04

John, ein anderer Helfer, ist fast blind. Aber er geht jeden Tag früh morgens zum Bäcker und holt Brot vom Vortag ab, das nicht verkauft wurde. Er verteilt es an hungrige Leute und erzählt von Jesus. Unsere Helfer sind begeistert davon, dass sie ihrem lebendigen Gott trotz ihrer begrenzten Möglichkeiten dienen können.
Es gibt wieder Neuigkeiten von unserer Hopeteam-Bibelgruppe und dem McDonald's. Diese Gruppe ist wie ein Lichtstrahl Gottes an einem öffentlichen Ort ... und was sie machen, hat gravierende Auswirkungen. Es ist einfach zu gut ...

Da wagt sich keiner zu klauen ...

Die McDonald’s-Gruppe wächst immer weiter. Das ist auch dem Manager aufgefallen und so schlug er uns vor, die Gruppe zu teilen und statt an nur einem Abend, an zwei Abenden Treffen zu haben. Er hat allen Grund uns zu ermutigen, dass sich das Hopeteam & Co. in seinem Restaurant trifft: In der Vergangenheit wurde so viel geklaut, dass er ständig die Polizei rufen musste. Handys, Portemonnaies und Küchenutensilien verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Seitdem unsere Bibelgruppe sich dort trifft, haben sich die Diebstähle buchstäblich im Nichts aufgelöst. Zwar kommt immer noch ein bekannter, notorischer Taschendieb, aber er wagt es ganz einfach nicht mehr, etwas im Restaurant mitgehen zu lassen.

Da klaut keiner 04

... Fortsetzung folgt

Der McDonald’s hat einen riesigen Bildschirm, über den laute Musikvideos den ganzen Tag laufen. Vor kurzem ist der Bildschirm kaputt gegangen und jemand aus unserm Hopeteam hörte, wie der Manager zu seinen Angestellten sagte: »Repariert ihn nicht. Das ist viel zu laut für die Bibelgruppe.« ...
Ach und noch etwas ... Der Mann mit den Schlafstörungen schlief über eine ganze Zeit viel besser – und jetzt möchte er bei jedem Treffen, dass jemand für ihn betet ...
Egal, in welcher Form das Wort Gottes zu uns kommt - ob gelesen, gepredigt, oder ausgesprochen - es hat Kraft, weil es Kraft ist! Und es bewirkt in unserem Leben das, was kein Mensch, keine Predigt oder irgendwelche Methoden bewirken könnten. Und diese Kraft des Wortes Gottes ist alltagstauglich ...

John

John ist ein Obdachloser mit einem Hirntumor. Durch unsere Hilfe hat er eine monatliche Grundversorgung vom Staat, genug für die täglichen Mahlzeiten. Unser Helfer Z. hat ihn vor kurzem in sein Zimmer mit aufgenommen. Die beiden erleben gerade einige WG-Freuden und -Herausforderungen zusammen. Außerdem helfen beide in unserem Obdachlosentreff mit, wo Bedürftige Kleidung und Essen bekommen.

Gottes Wort 05

Wenn Gott redet

Neulich trafen wir uns zu viert zu Anbetung und Bibelstudium. John, der fast blind ist, war ganz erfüllt von einer wichtigen Sache, die er uns sofort erzählte: »Gestern Abend hab ich den Jakobusbrief gehört. Fünf Stunden lang hab ich wieder und wieder zugehört. Ich konnte ihn einfach nicht weglegen. Der Brief hat mich total überführt.« Während er redete, liefen ihm die Tränen übers Gesicht und Gottes Gegenwart füllte den Raum. »Mir wurde plötzlich klar, dass ich mir nicht einfach die besseren Kleidungsstücke nehmen kann und die schlechteren den anderen geben. Das ist so selbstsüchtig! Ich hab das oft gemacht und sogar schöne Sachen versteckt, damit die anderen sie nicht mitnehmen.« Während John sein Herz ausschüttete und weitere selbstsüchtige Taten bekannte, fühlten wir alle die Heiligkeit der Situation. Unsere Anbetung an diesem Tag war erfüllt davon. John und Z. drückten Lob und Hingabe in einer neuen großen Freiheit in spontanen Liedern aus. Der neugetaufte H. (noch obdachlos) wurde ganz mit hineingezogen.

Gottes Wort 03

Tun, was Gott sagt

Am nächsten Tag kam H. zum Obdachlosentreff, blieb aber vor der Tür stehen. Er wartete auf einen alten obdachlosen Mann, der keine Eintrittskarte hatte und gab ihm seine eigene. Als ich ihn anlächelte, sagte H. »Gestern hat Gott mich gelehrt, nicht selbstsüchtig zu sein.« Er wollte ernsthaft dem Wort Gottes gehorchen. Ich hab ihn trotzdem reingelassen – als Helfer. Er ist jetzt mit Z. und John im Team.

Gottes Wort 06

Neue Perspektive

Die Drei haben gerade mit viel Begeisterung eine Frühstücksausgabe für Obdachlose in den kalten Wintermonaten gestartet. Und H. fängt an, über eine normale Arbeit nachzudenken. Er hat kürzlich eine Bibelstelle gelesen, die ihn überführt hat ...
Wir haben ein Hopeteam! Und wenn man unser Hopeteam anschaut, dann denkt man vielleicht, dass sie am wenigsten geeignet sind, um Hoffnung zu bringen: Es sind Obdachlose ... aber ganz besondere Obdachlose. Sie lieben Jesus, leben mit ihm auf der Straße und erzählen anderen Obdachlosen von ihm. Zwei aus unserem Hopeteam haben eine ganz besondere Mission: Sie haben eine Bibelgruppe gegründet und treffen sich einmal wöchentlich mit anderen Obdachlosen bei McDonald's ...

Mc Donalds 03

Laut und lauter

Heute war ich mal mit bei der Bibelgruppe unseres Hopeteams im McDonald's. Jede Woche hört sich die Gruppe eine Passage aus der Bibel an. Die Lautsprecher werden so richtig laut aufgedreht, damit auch alle in der Gruppe alles gut hören ... und davon haben dann auch alle anderen Gäste bei McDonald's etwas. Mit mir und zwei Neuzugängen, saßen wir zu neunt um einen Tisch und hörten uns den für diese Woche geplanten Text an. Ich war mir nicht so ganz sicher, ob sich die Gruppe für die Gegenwart Gottes an einem so öffentlichen Ort überhaupt öffnen würde, aber als wir zur Speisung der 4000 kamen, hörten alle gespannt und aufmerksam zu. Direkt im Anschluss habe ich kurz gepredigt, die Botschaft des Evangeliums und die Kraft des Kreuzes erklärt – besonders für unsere Neuen.

Mc Donalds 04

Mit eigenen Augen

Es traf sie mitten ins Herz. Ein Mann, der unter Schlafstörungen litt, ließ für sich beten. Dann sagte eine der Frauen, dass sie gerne Jesus in ihr Leben einladen wolle. Der Heilige Geist war ganz stark da. Ich hatte den Eindruck, dass ich einen Dämon austreiben solle – die Frau rülpste und hustete daraufhin sehr stark. Die anderen, die gerade eben die Wundergeschichte von der Essensvermehrung gehört hatten, konnten nun ein Wunder der Befreiung mit eigenen Augen sehen ... Und all das mitten in einen überfüllten McDonald's in China.
Die Seidenstraße – eine Handelsstraße zwischen China, dem Orient und Europa. Auf ihr wurden schon vor mehr als tausend Jahre die Einflüsse der Nationen in das Land der Mitte gebracht. So kamen fremde Kulturen und Religionen nach China. Der Islam hat in der nördlichen Region besonders Fuß gefasst.
Gemeinsam mit einem Team der REVIVAL SCHOOL on the Move* sind wir im Norden Chinas einen Zweig der Seidenstraße entlanggereist. Während der langen Zugreisen in asiatisch fröhlich gefüllten Abteilen haben wir die Gitarre genommen und mit Gebet und Anbetung den Namen Jesu erhoben und das Land mit seiner Gegenwart gesegnet. In wichtigen Städten der Strecke sind wir dann auch so auf öffentlichen Plätzen und in den muslimischen Vierteln unterwegs gewesen.

Mehmet 03

Jesus auf Englisch

In Urumqi, einer Großstadt mit mehr als 2 Mio. Einwohnern, begann die Reise. Hier lebt eine muslimische Minderheit, die Uiguren. Ich war früher hier, um den Einsatz vorzubereiten. Während ich stundenlang für Tickets Schlange stehen mußte, wußte Gott die Zeit sinnvoll zu füllen. Ein junger Uigure kam auf mich zu, um sein Englisch anzuwenden. Intensiv unterhielten wir uns ungestört auf Englisch über den Glauben an Jesus, den Erlöser, über Vergebung, die Vaterliebe Gottes. All das war neu für ihn. Er wollte gern über das Internet in Kontakt bleiben.

Mehmet 04

Gefunden!

Vor der Reise hatte ich wegen eines Obdachlosen, Mehmet, gebetet. Dieser muslimische Uigure hatte in den Straßen unserer Megastadt im Süden Chinas gelebt. Er hatte in unserem Obdachlosentreff zum Glauben an Jesus gefunden. Vor ein paar Jahren war er dann nach Urumqi weitergezogen. Als ich nun dorthin kam, betete ich: »Gott, wenn Mehmet hier ist und Du etwas für ihn hast, dann führe uns zu ihm!« Und tatsächlich: Am zweiten Tag sahen wir ihn an einem belebten Platz in den Mülleimern nach verwertbaren Dingen suchen. Wir haben uns so gefreut, dass Gott uns in einer derartig großen Stadt auf ihn treffen ließ! Während wir mit ihm redeten, sah ich, dass er ein großes Kreuz um den Hals trug. In dieser muslimischen Umgebung eine starke Aussage!

Mehmet 10

Als unser Team mit dem Zug abfahren wollte, trafen wir ihn am Bahnhof noch einmal. Er war sehr berührt von der Gegenwart Gottes, als wir für ihn beteten und ihn segneten. Gott sieht den Einzelnen! Mehmet mag für die Menschen um ihn herum sehr unwichtig erscheinen, aber im Reich Gottes ist er geschätzt! Und Gott hat sichergestellt, dass Mehmet das weiß!

Mehmet 08

Gott sehnt sich nach den Verlorenen!

Die Uiguren bewegten weiterhin unser Herz. Ihre Verlorenheit zeigte sich in den resignierten und hoffnungslosen Gesichtern. Die Stadt war gerade besonders mit Sicherheitsvorkehrungen überzogen, weil der Tag eines blutigen Anschlags sich jährte. Trotzdem konnten wir an mehreren öffentlichen Plätzen Jesus anbeten und sein Erlösungswerk erheben. Am Ort des traurigen Geschehens verbrachten wir eine Zeit der Fürbitte und Proklamation. Stark spürten wir Gottes Sehnsucht nach dieser Volksgruppe! Nur er kann die tiefen Gräben zwischen ihnen und den Han-Chinesen überwinden!

Mehmet 06

»Warum geht mir eure Musik so zu Herzen?«

Als wir mit dem Zug 20 Stunden von Urumqi zur nächsten Stadt fuhren, zog die beeindruckende wüstenartige Landschaft an uns vorbei, während wir die Vaterliebe Gottes und sein herzliches Erbarmen über dem Land und seinen Menschen in Anbetung und Gebet ausdrückten. Nach einer solchen Anbetungszeit kamen wir mit den uigurischen Frauen um uns herum ins Gespräch. »Was ist das, dass eure Musik mir so zu Herzen geht?« fragte eine von ihnen. Ihre Schwester nickte bestätigend. Doch als ich anfing, über Jesus zu sprechen, wechselte sie schnell das Thema. Schon in der Stadt hatte ich bemerkt, dass ein solches Gespräch in der Öffentlichkeit schnell auf ängstliche Abwehr stieß. Aber ein segnendes Lied, eine Prophetie, ein Geschenk, all das war durch die Frauen unseres Teams möglich. Gott hat Samen seiner Liebe in die Herzen gesät ... vor allem seine Liebe für die Uiguren in unsere Herzen!

Mehmet 07

*Wenn du mehr über die REVIVAL SCHOOL on the Move wissen möchtest, dann klick hier. Im nächsten Jahr werden wir in China einen Block der RSotM inkl. einer weiteren Anbetungsreise anbieten. Sei dabei!
Zu uns kommen viele Kranke – teilweise auch Schwerstkranke. Sie leben auf der Straße, hören von uns und kommen, um zu fragen, ob wir ihnen helfen können. Natürlich beten wir jedes Mal zuerst und erzählen ihnen von Jesus. Und wir haben schon echte Wunder erlebt ... Im Augenblick hat einer unserer Freunde einen Tumor und bekommt ärztliche Versorgung. Weil er aufgrund seiner Erkrankung arbeitsunfähig ist, wollte er einen Antrag auf Grundversorgung stellen. Das ist möglich, aber an eine Voraussetzung geknüpft: Man muss alle nötigen Unterlagen beibringen und den Antrag an der richtigen Stelle einreichen ... ansonsten läuft hier gar nichts. Also bin ich mit ihm in seinen Heimatort gefahren, um ihn bei den Formalitäten zu unterstützen ...

Das kann keiner 03

Um alle Papiere vorzulegen, musste unser Freund seine Exfrau bitten, ihm das Stammbuch zu bringen. Als sie noch verheiratet waren, war ihr Mann spielsüchtig und hat viel Not über die Familie gebracht. Bei der Begegnung im Amt hat sie nix mit ihm geredet. Aber ich hab sie angesprochen und konnte das Eis brechen. Ich konnte sogar für sie beten. Abends kam sie mit ihrer Schwester und Schwägerin zum Hotel. Sie kamen, um den neuen Mann zu sehen, mit dem sie einmal verheiratet war und der nun nicht mehr spielsüchtig, sondern Christ ist. Bei dieser Begegnung gab es kaum Worte, alle haben geweint, ihre Herzen geöffnet und ich hab Gott gedankt. Sowas kann sonst einfach keiner!
Echte Mission findet im Alltag statt, nicht nur bei Veranstaltungen. Deshalb sind wir auch in unserer Wohngegend mit den Menschen im Gespräch: beim Einkaufen, im Restaurant oder am Ticketschalter der U-Bahn. Überall lassen sich Menschen von Gott berühren. Nicht immer erfahren wir, welchen Einfluss diese Begegnungen auf die Leute haben.

Kennen Sie mich noch?

Heute war ich auf dem Weg nach Hause von einem sehr trockenen Bibelabend im McDonalds. Ich dachte gerade darüber nach, wie die Leute dort wohl mehr im Heiligen Geist durchbrechen könnten, da drehte sich die Frau vor mir um: »Kennen Sie mich noch? Sie haben früher hier in der Straße die Leute im Altersheim besucht. Mein Vater ist durch Sie Christ geworden. Er ist gestorben, aber unsere ganze Familie ist jetzt gläubig. Wir hatten durch entfernte Verwandte schon mal von Jesus gehört, aber erst durch unseren Vater haben wir uns für den Glauben geöffnet.«

Unerwartete Frucht 03

Unerwartete Frucht

Wie freundlich von Gott, mir zu begegnen, als ich entmutigt war und mir diese Frucht zu zeigen! Die Begegnung mit dem Vater der Dame war mir damals nicht sehr tiefgehend vorgekommen. Auch da hatte ich mich gefragt, wie mehr Leben in diese Besuche im Altersheim kommen könnte. Gott selbst lässt den Samen wachsen und aufgehen. So kriegt er alle Ehre!
Ein riesiges Land - 1,5 Mrd. Menschen, Tendenz steigend - viel Not ... und dann gibt es da immer den Einzelnen. Das Land im Reich der Mitte ist immer für eine Überraschung gut ...

Offene Tuer 03

Ohne Ticket

»Ich will mir nur die Hände waschen!« Der Mann Anfang 30 baute sich mit provozierender Sturheit vor mir auf. Nur einen Schritt hinter ihm kam die Helferin, die für den Eingang zuständig war und bedeutete mir: »Er hat kein Ticket!« In dem überfüllten Raum, in dem mehr als sechzig Männer warme Kleidung, eine Dusche und eine leichte Mahlzeit bekamen, besetzte er nun einen der kostbaren Sitzplätze. Ich beschloss, mich dringenderen Dingen zu widmen und ihn in Ruhe zu lassen. Als mehr Ruhe eingekehrt und die meisten Gäste gegangen waren, setzte ich mich neben den rauhen Kerl und unterhielt mich mit ihm. Erst nach einem Augenblick realisierte ich, dass dies der starrköpfige Mann ohne Ticket war. Im Gespräch erfuhr ich, dass er ein kleines Business hat, einen Ort zum Wohnen und keinerlei Interesse an den praktischen Hilfsangeboten in unserem Center. Ein Mann am falschen Ort – oder doch nicht?

Offene Tuer 04

Vaterlos

»Ich bin auch Christ. Ich gehe zur Kirche in ...« Während er weiter redete, sah ich ein Wort in meinem Geist: vaterlos. Ich sprach ihm zu: »Gott weiß, dass du deinen Vater früh verloren hast. Er ist hier, um dich zu trösten und dir mit seiner Vaterliebe zu begegnen.« Während ich weiter prophetisch Gottes Vaterliebe über ihm aussprach, fing der junge Mann an zu weinen, legte den Kopf auf den Tisch und barg sein Gesicht in den Händen. Nachdem ich für ihn gebetet hatte, lud ich ihn ein, sein Leben Jesus zu geben. Er sprach mir ein Gebet der Buße und Hingabe an seinen Erlöser nach. Tief berührt öffnete er sich danach und erzählte von seinem Leben als Waise. Als er ging, musste ich daran denken, dass ich ihn beinahe rausgeschmissen hätte ... Aber Gott hatte die Tür weit für ihn geöffnet!
     
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