Die Seidenstraße – eine Handelsstraße zwischen China, dem Orient und Europa. Auf ihr wurden schon vor mehr als tausend Jahre die Einflüsse der Nationen in das Land der Mitte gebracht. So kamen fremde Kulturen und Religionen nach China. Der Islam hat in der nördlichen Region besonders Fuß gefasst.
Gemeinsam mit einem Team der REVIVAL SCHOOL on the Move* sind wir im Norden Chinas einen Zweig der Seidenstraße entlanggereist. Während der langen Zugreisen in asiatisch fröhlich gefüllten Abteilen haben wir die Gitarre genommen und mit Gebet und Anbetung den Namen Jesu erhoben und das Land mit seiner Gegenwart gesegnet. In wichtigen Städten der Strecke sind wir dann auch so auf öffentlichen Plätzen und in den muslimischen Vierteln unterwegs gewesen.

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Jesus auf Englisch

In Urumqi, einer Großstadt mit mehr als 2 Mio. Einwohnern, begann die Reise. Hier lebt eine muslimische Minderheit, die Uiguren. Ich war früher hier, um den Einsatz vorzubereiten. Während ich stundenlang für Tickets Schlange stehen mußte, wußte Gott die Zeit sinnvoll zu füllen. Ein junger Uigure kam auf mich zu, um sein Englisch anzuwenden. Intensiv unterhielten wir uns ungestört auf Englisch über den Glauben an Jesus, den Erlöser, über Vergebung, die Vaterliebe Gottes. All das war neu für ihn. Er wollte gern über das Internet in Kontakt bleiben.

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Gefunden!

Vor der Reise hatte ich wegen eines Obdachlosen, Mehmet, gebetet. Dieser muslimische Uigure hatte in den Straßen unserer Megastadt im Süden Chinas gelebt. Er hatte in unserem Obdachlosentreff zum Glauben an Jesus gefunden. Vor ein paar Jahren war er dann nach Urumqi weitergezogen. Als ich nun dorthin kam, betete ich: »Gott, wenn Mehmet hier ist und Du etwas für ihn hast, dann führe uns zu ihm!« Und tatsächlich: Am zweiten Tag sahen wir ihn an einem belebten Platz in den Mülleimern nach verwertbaren Dingen suchen. Wir haben uns so gefreut, dass Gott uns in einer derartig großen Stadt auf ihn treffen ließ! Während wir mit ihm redeten, sah ich, dass er ein großes Kreuz um den Hals trug. In dieser muslimischen Umgebung eine starke Aussage!

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Als unser Team mit dem Zug abfahren wollte, trafen wir ihn am Bahnhof noch einmal. Er war sehr berührt von der Gegenwart Gottes, als wir für ihn beteten und ihn segneten. Gott sieht den Einzelnen! Mehmet mag für die Menschen um ihn herum sehr unwichtig erscheinen, aber im Reich Gottes ist er geschätzt! Und Gott hat sichergestellt, dass Mehmet das weiß!

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Gott sehnt sich nach den Verlorenen!

Die Uiguren bewegten weiterhin unser Herz. Ihre Verlorenheit zeigte sich in den resignierten und hoffnungslosen Gesichtern. Die Stadt war gerade besonders mit Sicherheitsvorkehrungen überzogen, weil der Tag eines blutigen Anschlags sich jährte. Trotzdem konnten wir an mehreren öffentlichen Plätzen Jesus anbeten und sein Erlösungswerk erheben. Am Ort des traurigen Geschehens verbrachten wir eine Zeit der Fürbitte und Proklamation. Stark spürten wir Gottes Sehnsucht nach dieser Volksgruppe! Nur er kann die tiefen Gräben zwischen ihnen und den Han-Chinesen überwinden!

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»Warum geht mir eure Musik so zu Herzen?«

Als wir mit dem Zug 20 Stunden von Urumqi zur nächsten Stadt fuhren, zog die beeindruckende wüstenartige Landschaft an uns vorbei, während wir die Vaterliebe Gottes und sein herzliches Erbarmen über dem Land und seinen Menschen in Anbetung und Gebet ausdrückten. Nach einer solchen Anbetungszeit kamen wir mit den uigurischen Frauen um uns herum ins Gespräch. »Was ist das, dass eure Musik mir so zu Herzen geht?« fragte eine von ihnen. Ihre Schwester nickte bestätigend. Doch als ich anfing, über Jesus zu sprechen, wechselte sie schnell das Thema. Schon in der Stadt hatte ich bemerkt, dass ein solches Gespräch in der Öffentlichkeit schnell auf ängstliche Abwehr stieß. Aber ein segnendes Lied, eine Prophetie, ein Geschenk, all das war durch die Frauen unseres Teams möglich. Gott hat Samen seiner Liebe in die Herzen gesät ... vor allem seine Liebe für die Uiguren in unsere Herzen!

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*Wenn du mehr über die REVIVAL SCHOOL on the Move wissen möchtest, dann klick hier. Im nächsten Jahr werden wir in China einen Block der RSotM inkl. einer weiteren Anbetungsreise anbieten. Sei dabei!
Echte Mission findet im Alltag statt, nicht nur bei Veranstaltungen. Deshalb sind wir auch in unserer Wohngegend mit den Menschen im Gespräch: beim Einkaufen, im Restaurant oder am Ticketschalter der U-Bahn. Überall lassen sich Menschen von Gott berühren. Nicht immer erfahren wir, welchen Einfluss diese Begegnungen auf die Leute haben.

Kennen Sie mich noch?

Heute war ich auf dem Weg nach Hause von einem sehr trockenen Bibelabend im McDonalds. Ich dachte gerade darüber nach, wie die Leute dort wohl mehr im Heiligen Geist durchbrechen könnten, da drehte sich die Frau vor mir um: »Kennen Sie mich noch? Sie haben früher hier in der Straße die Leute im Altersheim besucht. Mein Vater ist durch Sie Christ geworden. Er ist gestorben, aber unsere ganze Familie ist jetzt gläubig. Wir hatten durch entfernte Verwandte schon mal von Jesus gehört, aber erst durch unseren Vater haben wir uns für den Glauben geöffnet.«

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Unerwartete Frucht

Wie freundlich von Gott, mir zu begegnen, als ich entmutigt war und mir diese Frucht zu zeigen! Die Begegnung mit dem Vater der Dame war mir damals nicht sehr tiefgehend vorgekommen. Auch da hatte ich mich gefragt, wie mehr Leben in diese Besuche im Altersheim kommen könnte. Gott selbst lässt den Samen wachsen und aufgehen. So kriegt er alle Ehre!
Zu uns kommen viele Kranke – teilweise auch Schwerstkranke. Sie leben auf der Straße, hören von uns und kommen, um zu fragen, ob wir ihnen helfen können. Natürlich beten wir jedes Mal zuerst und erzählen ihnen von Jesus. Und wir haben schon echte Wunder erlebt ... Im Augenblick hat einer unserer Freunde einen Tumor und bekommt ärztliche Versorgung. Weil er aufgrund seiner Erkrankung arbeitsunfähig ist, wollte er einen Antrag auf Grundversorgung stellen. Das ist möglich, aber an eine Voraussetzung geknüpft: Man muss alle nötigen Unterlagen beibringen und den Antrag an der richtigen Stelle einreichen ... ansonsten läuft hier gar nichts. Also bin ich mit ihm in seinen Heimatort gefahren, um ihn bei den Formalitäten zu unterstützen ...

Das kann keiner 03

Um alle Papiere vorzulegen, musste unser Freund seine Exfrau bitten, ihm das Stammbuch zu bringen. Als sie noch verheiratet waren, war ihr Mann spielsüchtig und hat viel Not über die Familie gebracht. Bei der Begegnung im Amt hat sie nix mit ihm geredet. Aber ich hab sie angesprochen und konnte das Eis brechen. Ich konnte sogar für sie beten. Abends kam sie mit ihrer Schwester und Schwägerin zum Hotel. Sie kamen, um den neuen Mann zu sehen, mit dem sie einmal verheiratet war und der nun nicht mehr spielsüchtig, sondern Christ ist. Bei dieser Begegnung gab es kaum Worte, alle haben geweint, ihre Herzen geöffnet und ich hab Gott gedankt. Sowas kann sonst einfach keiner!
Es gibt wieder Neuigkeiten von unserer Hopeteam-Bibelgruppe und dem McDonald's. Diese Gruppe ist wie ein Lichtstrahl Gottes an einem öffentlichen Ort ... und was sie machen, hat gravierende Auswirkungen. Es ist einfach zu gut ...

Da wagt sich keiner zu klauen ...

Die McDonald’s-Gruppe wächst immer weiter. Das ist auch dem Manager aufgefallen und so schlug er uns vor, die Gruppe zu teilen und statt an nur einem Abend, an zwei Abenden Treffen zu haben. Er hat allen Grund uns zu ermutigen, dass sich das Hopeteam & Co. in seinem Restaurant trifft: In der Vergangenheit wurde so viel geklaut, dass er ständig die Polizei rufen musste. Handys, Portemonnaies und Küchenutensilien verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Seitdem unsere Bibelgruppe sich dort trifft, haben sich die Diebstähle buchstäblich im Nichts aufgelöst. Zwar kommt immer noch ein bekannter, notorischer Taschendieb, aber er wagt es ganz einfach nicht mehr, etwas im Restaurant mitgehen zu lassen.

Da klaut keiner 04

... Fortsetzung folgt

Der McDonald’s hat einen riesigen Bildschirm, über den laute Musikvideos den ganzen Tag laufen. Vor kurzem ist der Bildschirm kaputt gegangen und jemand aus unserm Hopeteam hörte, wie der Manager zu seinen Angestellten sagte: »Repariert ihn nicht. Das ist viel zu laut für die Bibelgruppe.« ...
Ach und noch etwas ... Der Mann mit den Schlafstörungen schlief über eine ganze Zeit viel besser – und jetzt möchte er bei jedem Treffen, dass jemand für ihn betet ...
Ein riesiges Land - 1,5 Mrd. Menschen, Tendenz steigend - viel Not ... und dann gibt es da immer den Einzelnen. Das Land im Reich der Mitte ist immer für eine Überraschung gut ...

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Ohne Ticket

»Ich will mir nur die Hände waschen!« Der Mann Anfang 30 baute sich mit provozierender Sturheit vor mir auf. Nur einen Schritt hinter ihm kam die Helferin, die für den Eingang zuständig war und bedeutete mir: »Er hat kein Ticket!« In dem überfüllten Raum, in dem mehr als sechzig Männer warme Kleidung, eine Dusche und eine leichte Mahlzeit bekamen, besetzte er nun einen der kostbaren Sitzplätze. Ich beschloss, mich dringenderen Dingen zu widmen und ihn in Ruhe zu lassen. Als mehr Ruhe eingekehrt und die meisten Gäste gegangen waren, setzte ich mich neben den rauhen Kerl und unterhielt mich mit ihm. Erst nach einem Augenblick realisierte ich, dass dies der starrköpfige Mann ohne Ticket war. Im Gespräch erfuhr ich, dass er ein kleines Business hat, einen Ort zum Wohnen und keinerlei Interesse an den praktischen Hilfsangeboten in unserem Center. Ein Mann am falschen Ort – oder doch nicht?

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Vaterlos

»Ich bin auch Christ. Ich gehe zur Kirche in ...« Während er weiter redete, sah ich ein Wort in meinem Geist: vaterlos. Ich sprach ihm zu: »Gott weiß, dass du deinen Vater früh verloren hast. Er ist hier, um dich zu trösten und dir mit seiner Vaterliebe zu begegnen.« Während ich weiter prophetisch Gottes Vaterliebe über ihm aussprach, fing der junge Mann an zu weinen, legte den Kopf auf den Tisch und barg sein Gesicht in den Händen. Nachdem ich für ihn gebetet hatte, lud ich ihn ein, sein Leben Jesus zu geben. Er sprach mir ein Gebet der Buße und Hingabe an seinen Erlöser nach. Tief berührt öffnete er sich danach und erzählte von seinem Leben als Waise. Als er ging, musste ich daran denken, dass ich ihn beinahe rausgeschmissen hätte ... Aber Gott hatte die Tür weit für ihn geöffnet!
Wir haben ein Hopeteam! Und wenn man unser Hopeteam anschaut, dann denkt man vielleicht, dass sie am wenigsten geeignet sind, um Hoffnung zu bringen: Es sind Obdachlose ... aber ganz besondere Obdachlose. Sie lieben Jesus, leben mit ihm auf der Straße und erzählen anderen Obdachlosen von ihm. Zwei aus unserem Hopeteam haben eine ganz besondere Mission: Sie haben eine Bibelgruppe gegründet und treffen sich einmal wöchentlich mit anderen Obdachlosen bei McDonald's ...

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Laut und lauter

Heute war ich mal mit bei der Bibelgruppe unseres Hopeteams im McDonald's. Jede Woche hört sich die Gruppe eine Passage aus der Bibel an. Die Lautsprecher werden so richtig laut aufgedreht, damit auch alle in der Gruppe alles gut hören ... und davon haben dann auch alle anderen Gäste bei McDonald's etwas. Mit mir und zwei Neuzugängen, saßen wir zu neunt um einen Tisch und hörten uns den für diese Woche geplanten Text an. Ich war mir nicht so ganz sicher, ob sich die Gruppe für die Gegenwart Gottes an einem so öffentlichen Ort überhaupt öffnen würde, aber als wir zur Speisung der 4000 kamen, hörten alle gespannt und aufmerksam zu. Direkt im Anschluss habe ich kurz gepredigt, die Botschaft des Evangeliums und die Kraft des Kreuzes erklärt – besonders für unsere Neuen.

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Mit eigenen Augen

Es traf sie mitten ins Herz. Ein Mann, der unter Schlafstörungen litt, ließ für sich beten. Dann sagte eine der Frauen, dass sie gerne Jesus in ihr Leben einladen wolle. Der Heilige Geist war ganz stark da. Ich hatte den Eindruck, dass ich einen Dämon austreiben solle – die Frau rülpste und hustete daraufhin sehr stark. Die anderen, die gerade eben die Wundergeschichte von der Essensvermehrung gehört hatten, konnten nun ein Wunder der Befreiung mit eigenen Augen sehen ... Und all das mitten in einen überfüllten McDonald's in China.
     
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