Manila ist eine Megastadt mit einer Bevölkerungsdichte von ca. 20 Mio. Menschen, furchtbarer Armut und einem riesigen Drogenproblem. Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre baten uns Freunde (von YWAM Philippinen und einer großen katholisch-charismatischen Bewegung), ein Drogenrehabilitationszentrum in Manila zu eröffnen. Ein Team von sieben jungen Christen wurde zur Antwort dieses Missionsrufes und wurden im Sommer 1991 von Lüdenscheid aus auf die Philippinen gesendet.

Schock und Abenteuer

Wenn man aus dem beschaulichen Lüdenscheid in Deutschland zum ersten Mal nach Asien kommt, durchzuckt einen ein Schock und gleichzeitig spürt man, dass hier Abenteuer mit Jesus greifbar nahe sind. Entschlossen tauchten sie in Kultur ein, indem sie zunächst die Sprache lernten - Tagalog. Parallel machten sie Gebetsmärsche durch die heiße, staubige Stadt und gewöhnten sich an das Leben der Einheimischen, indem sie abwechselnd bei Familien in Slums mitlebten. Freunde machten sie wieder mit anderen Freunden und Gemeinden bekannt, und sie wurden zu Familienfeiern und Gottesdiensten eingeladen, um dort zu predigen oder ihr Zeugnis zu erzählen. Nach kurzer Zeit saßen die ersten Drogenabhängigen vor ihrer Tür - und damit entstand das Set Free Center (HELP-Reha-Zentrum). Das Team öffnete sein Haus und lebte mit diesen ›gefährlichen Abhängigen‹, die sie kaum kannten, zusammen. Alles, was sie zu geben hatten, war die Liebe Gottes, die sie selbst persönlich erfahren haben - Jünger machen zu Jünger. Das hat die Herzen der Filipinos tief berührt und den Weg für die Abhängigen geöffnet, dass sie neues Leben mit Jesus gefunden haben.

Geschichte 05

Es war es wert

Seit 1991 haben weit mehr als 500 Drogenabhängige die Therapie des Set Free Centers durchlaufen; die meisten von ihnen waren Männer im Alter zwischen 18 bis 40 Jahren. Sie kamen aus allen sozialen Schichten. Jahrzehnte voller Siege, Herausforderungen, Tränen und Freude. Aber jede Sekunde war es wert, denn hunderte von Menschenleben wurden gerettet und wiederhergestellt durch die Kraft und Liebe Jesu. Nichts von alledem wäre geschehen, wären nicht diese sieben Missionare im Glauben gekommen, um dieses einzigartige Reha-Zentrum aufzubauen.

Geschichte 04

Multiplikation

Heute gehören weitere Einrichtungen zu HELP Philippinen: das Father's House (ein Haus, in dem ehemalige Straßenkinder und Mitarbeiter zusammen leben) und THE ROCK (eine Anlaufstelle und der evangelistische Arbeitszweig von HELP Philippinen). Viele Straßenkinder und Jugendliche haben hier ein Zuhause und eine Familie gefunden. Ganze Familien wurden von Armut, Krankheit und sogar dem Tod gerettet und haben neues Leben empfangen - ein Leben, das lebenswert wurde, als sie ihrem himmlischen Vater begegnet sind und seinem Sohn Jesus, der für sie gestorben ist.
     
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